Auftrag der Entwicklungszusammenarbeit im Süden

Schafzüchter in der Mongolei
Schafzüchterfamilien in der Mongolei haben sich mit Unterstützung der DEZA zu Kooperativen zusammengeschlossen, was ihnen einen besseren Ertrag ermöglicht. © DEZA

Die Entwicklungszusammenarbeit im Süden orientiert sich an der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung und unterstützt ihre Partnerländer in ihrem Bestreben, die Lebensbedingungen ihrer Bevölkerung zu verbessern. Die Entwicklungszusammenarbeit trägt insbesondere dazu bei, dass arme und marginalisierte Menschen einen nachhaltigen Zugang zu Ressourcen und Grundversorgung haben und dass sie an Entscheidungsprozessen zu Themen, die sie betreffen, teilhaben können. Zudem stärkt sie die Rechtsstaatlichkeit und demokratische Regierungsführung. Die Entwicklungszusammenarbeit ist integraler Bestandteil der Schweizer Aussenpolitik und stützt sich auf das Bundesgesetz über die internationale Entwicklungszusammenarbeit und die humanitäre Hilfe.

Die DEZA setzt den Verfassungsauftrag um, mit dem sich die Schweiz verpflichtet, «zur Linderung von Not und Armut in der Welt, zur Achtung der Menschenrechte und zur Förderung der Demokratie, zu einem friedlichen Zusammenleben der Völker sowie zur Erhaltung der natürlichen Lebensgrundlagen» beizutragen. Die internationale Zusammenarbeit der Schweiz erfolgt auch im wohlverstandenen Eigeninteresse der Schweiz. Durch ihr Engagement trägt sie zur internationalen Stabilität bei.

Das Engagement der DEZA stützt sich auf die Bundesverfassung und das Bundesgesetz über die internationale Entwicklungszusammenarbeit und die humanitäre Hilfe von 1976. Als Bezugsrahmen dienen zudem die Agenda 2030 und ihre 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung. Dabei lässt sich die DEZA vom Grundsatz leiten, «niemanden zurückzulassen» und insbesondere die Integration von Frauen und ausgeschlossenen Bevölkerungsgruppen in politische, soziale und wirtschaftliche Prozesse sicherzustellen, der im Mittelpunkt der Agenda 2030 steht. 

Die Strategie des Bundesrates zur internationalen Zusammenarbeit für den Zeitraum 2021–2024 umfasst fünf Rahmenkredite, die die operativen Aktivitäten der DEZA und des Staatssekretariats für Wirtschaft (SECO) sowie Massnahmen zur Förderung des Friedens und der menschlichen Sicherheit betreffen.

Zur Minderung der Armut unterstützt die Entwicklungszusammenarbeit im Süden Partner aus der Zivilgesellschaft und aus dem öffentlichen und privaten Sektor. Die entsprechenden Aktivitäten werden gemeinsam mit lokalen öffentlichen und privaten Partnern und im Rahmen von mehrjährigen Länderprogrammen geplant und umgesetzt. Ihr Ziel ist es, dass die Bevölkerung sowie staatliche und private Entwicklungsakteure in Eigenverantwortung die nachhaltige Entwicklung auf der Basis von demokratischer Regierungsführung übernehmen.