Nordmazedonien

Die Schweizer Transitionszusammenarbeit in Nordmazedonien beruht auf gemeinsamen Interessen in den Bereichen sozioökonomische Entwicklung, Stabilität, Sicherheit und euroatlantische Integration. Trotz der deutlichen Fortschritte seit der Erlangung der Unabhängigkeit 1991 besteht bei den Reformen noch Verbesserungsbedarf, etwa bei der Dezentralisierung, der Rechtsstaatlichkeit, der Wirtschaftsentwicklung und den öffentlichen Dienstleistungen.

Karte der Region Mazedonien
Karte von Nordmazedonien © EDA

Die Republik Nordmazedonien zählt rund zwei Millionen Einwohnerinnen und Einwohner verschiedener ethnischer Gruppen. Nach einem frühen Übergang zur Marktwirtschaft hat Nordmazedonien sichtbare Fortschritte in der wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung erzielt. In Bezug auf die euroatlantische Integration wurde das Land rasch zum Spitzenreiter unter den westlichen Balkanstaaten. Für eine stärkere demokratische Regierungsführung, inklusives Wirtschaftswachstum und zur Bewältigung kritischer Umweltprobleme müssen jedoch Reformen durchgeführt werden.

Demokratische Regierungsführung

Im Bereich der demokratischen Regierungsführung will die Schweizer Zusammenarbeit mit ihrem Programm insbesondere die Rechenschaftspflicht der Exekutive und der Legislative erhöhen sowie die Zivilgesellschaft stärken. Die Schweiz unterstützt die zentralen und lokalen Behörden in den Bereichen Rechenschaftspflicht, Transparenz und soziale Inklusion. Die Schweiz engagiert sich weiterhin für eine stärkere Mitwirkung der Bevölkerung bei Entscheidungsprozessen auf kommunaler und regionaler Ebene.

Staats- und Wirtschaftsreformen

Nachhaltige Wirtschaftsentwicklung

Das Engagement der Schweiz im wirtschaftlichen Bereich zielt auf die Förderung der Berufsperspektiven und ein nachhaltiges Wirtschaftswachstum ab. Die Schweiz setzt sich für eine Berufsbildung ein, die den Stellensuchenden den Zugang zum Arbeitsmarkt erleichtert. Sie unterstützt die Entwicklung des Privatsektors, namentlich Startups, um die Erschliessung neuer Märkte und Wertschöpfungsketten mit höheren Einkommensmöglichkeiten zu fördern. Sie engagiert sich zudem für bessere Arbeitsbedingungen, indem sie Unternehmen ermuntert, faire und inklusive Arbeitsplätze zu schaffen.

Privatsektorentwicklung und Finanzdienstleistungen

Umwelt und nachhaltige öffentliche Versorgungsleistungen

Die natürlichen Ressourcen und die Artenvielfalt Nordmazedoniens sind von grosser Bedeutung bei der Entwicklung des Landes. Die Schweiz erbringt technische Unterstützung und Anschubfinanzierung für die digitale Transformation und klimaresistente, CO2-arme Infrastrukturbauten und Ausrüstung und ermöglicht damit ausgewählten Gemeinden, ihrer Bevölkerung zuverlässige und effiziente öffentliche Versorgungsleistungen zu erbringen.

Nachhaltige Versorgungsleistungen, eine verbesserte Bewirtschaftung der natürlichen Ressourcen und eine grössere Widerstandsfähigkeit gegenüber Naturkatastrophen werden die Attraktivität und die Wettbewerbsfähigkeit urbaner und ländlicher Gebiete erhöhen und zu einem anhaltenden Wirtschaftswachstum und einer höheren Lebensqualität beitragen. 

Wasser – Eine lebenswichtige Ressource in Gefahr

Herangehensweise und Partner

Die Kooperationsstrategie 2017–2020 wird von der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) und dem Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) gemeinsam umgesetzt. Das Engagement der Schweiz beruht auf formellen Abkommen mit der Regierung und setzt eine finanzielle Beteiligung des Landes voraus, wo dies angemessen und möglich ist. Besondere Anstrengungen werden unternommen, um Partnerschaften mit neuen Akteuren des Wandels, beispielsweise Jugendorganisationen, aufzubauen. Die Partnerschaften mit dem Privatsektor sind ebenfalls Entwicklungsmotoren, vor allem im Bereich der Beschäftigung und der Wirtschaft.

Wichtige Partner der Schweiz in Nordmazedonien: 

  • Ministerien und Gemeinden
  • Nationale und kommunale Parlamente, Parlamentsverwaltung
  • Zivilgesellschaftliche Organisationen, z.B. Medien
  • Privatwirtschaft
  • Lokale und internationale Nichtregierungsorganisationen
  • Bi- und multilaterale Geldgeber und Organisationen, z.B. UNDP, UN Women

Aktuelle Projekte

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Flood Risk Management in the Polog Region, Macedonia

01.01.2018 - 31.12.2023

SECO?s contribution to the UNDP "Resilience to Floods in the Polog Region" program aims at improving the resilience to floods of the Polog region of Macedonia through institutional strengthening, flood mitigation infrastructure and Swiss knowledge transfer.


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01.11.2017 - 31.03.2022

The Debt Resolution Program contributes to effective debt management frameworks in Serbia, Albania, Bosnia and Herzegovina, Macedonia and Kosovo.


Multi-Country Investment Climate Program

01.01.2017 - 31.12.2024

The Multi-Country Investment Climate Program (MCICP) supports investment climate reform advisory in a total of 20 SECO partner countries. It is implemented by the International Finance Corporation (IFC), a globally recognized leader in this field.


Europe and Central Asia : PPP Transaction Advisory Program

01.06.2011 - 31.12.2022

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