Naher Osten

Der Ansatz der Schweiz im Nahen Osten beruht auf der Vision, die in den Resolutionen des UNO-Sicherheitsrates verankert ist: zwei demokratische Staaten, Israel und Palästina, die in Frieden nebeneinander innerhalb sicherer und anerkannter Grenzen leben. In diesem Sinne setzt sich die Schweiz für einen inklusiven Dialog sowie für die Stärkung der Menschenrechte und der Achtung des Völkerrechts ein. 

Mit ihrer humanitären Hilfe, die auf den humanitären Grundsätzen beruht, will sie das Leben und die Gesundheit der Menschen schützen. Die Entwicklungshilfe der Schweiz fördert Innovationen und schafft Beschäftigungsperspektiven für junge Menschen im Besetzten Palästinensischen Gebiet. Die Schweiz macht sich zudem für die Rechte der Frauen und für mehr Gleichberechtigung der Geschlechter stark.

Karte
© EDA

Der Nahostkonflikt, eingebettet in eine Region im Wandel und konfrontiert mit grossen Hürden für eine Lösungsfindung, prägt das Schweizer Engagement nachhaltig. So unterstützt die Schweiz einen inklusiven Dialog und trägt zur Stärkung der Menschenrechte und zur Wahrung des Völkerrechts bei. Mit ihrer humanitären Hilfe, die humanitären Grundsätzen beruht, will die Schweiz das Leben und die Gesundheit der Menschen schützen und eine allgemeine Entwicklung fördern, die Perspektiven eröffnet sowie würdige und nachhaltige Existenzgrundlagen schafft. 

Die Schweiz ist überzeugt, dass wirtschaftliche Chancen für junge Menschen zur Stabilität in der Region beitragen. Sie fördert deshalb mit ihrem Fachwissen das Innovationspotenzial im Besetzten Palästinensischen Gebiet, indem sie die Zusammenarbeit mit dem Privatsektor ausbaut. Sie macht sich für die Rechte der Frauen und für mehr Gleichberechtigung der Geschlechter stark.

Das Kooperationsprogramm der Schweiz steht im Einklang mit ihrer Strategie der internationalen Zusammenarbeit 2021–2024 (IZA) und ihrer MENA-Strategie 2021–2024. 

Konfliktprävention und Friedensförderung

Im Hinblick auf einen gerechten und dauerhaften Frieden zwischen Israelis und Palästinensern trägt die Schweiz zur Verbesserung der Voraussetzungen für die Wiederaufnahme eines echten Dialogs zwischen allen Parteien bei. Sie schafft Raum für den Dialog zwischen den Gemeinschaften sowie den politischen und religiösen Würden- und Entscheidungsträgern, damit Vertrauen sowie faire und gleichberechtigte Formen des Zusammenlebens entstehen können.

Sie unterstützt die Machbarkeit einer Zweistaatenlösung und fördert geeignete Voraussetzungen, die zur interpalästinensischen Aussöhnung und zur nationalen Einheit beitragen.

Frieden und Menschenrechte

Rechtsstaatlichkeit, Schutz und Geschlechtergleichstellung

Die Schweiz trägt zum Schutz und zur Stärkung der Menschenwürde und der Sicherheit im Besetzten Palästinensischen Gebiet und in Israel bei, insbesondere zum Wohle der verletzlichsten Bevölkerungsgruppen vor dem Hintergrund von Diskriminierungen und einer unrechtmässigen Siedlungsexpansion. Die Schweiz macht sich weiterhin dafür stark, dass die Menschenrechte und das humanitäre Völkerrecht von allen Parteien respektiert werden. Darüber hinaus setzt sie sich für die Rechte der palästinensischen Bevölkerung auf Gesundheit, Zugang zu Wasser und zu natürlichen Ressourcen ein. Sie fördert die Gleichstellung der Geschlechter, namentlich über lokale Akteure, die gegen geschlechtsspezifische Gewalt vorgehen. 

Zu den unterstützten Aktivitäten gehören Anwaltschaft, Rechtshilfe und psychosoziale Betreuung. Die Schweiz unterstützt ausserdem humanitäre Akteure sowie Menschenrechtsverteidigerinnen und -verteidiger und trägt zum Schutz ihrer Handlungsfreiräume und ihrer Meinungsäusserungsfreiheit bei. 

Fragilität, Konflikt und Menschenrechte

Gleichstellung von Frau und Mann

Humanitäre Völkerrecht

Inklusive Wirtschaftsentwicklung, Beschäftigung junger Menschen und Innovation

Um den Zusammenhalt und die Stabilität in der Gesellschaft zu stärken, trägt die Schweiz zum Erhalt von Arbeitsplätzen und zur Schaffung neuer Berufschancen insbesondere für junge Arbeitslose und Frauen bei. Sie will die Bedingungen für eine innovative und inklusive Wirtschaftsentwicklung verbessern. Im Mittelpunkt stehen die Bereiche Landwirtschaft und die Lebensmittelindustrie, in denen 25 Prozent der Arbeitskräfte beschäftigt sind. Neue und bestehende Partnerschaften, auch solche mit der Privatwirtschaft, fördern den Unternehmergeist und andere Fähigkeiten, die Studierende sowie junge Studienabgängerinnen und -abgänger benötigen. Im Rahmen ihrer Aktivitäten unterstützt die Schweiz ausserdem Initiativen und Start-ups, die ein hohes Beschäftigungspotenzial aufweisen und eine starke soziale Wirkung versprechen. Angestrebt werden Partnerschaften mit Schweizer Akteuren, insbesondere mit Hochschulen, Instituten für Innovation und dem Privatsektor sowie mit einschlägigen regionalen Akteuren. 

Privatsektorentwicklung und Finanzdienstleistungen

Lokale Gouvernanz und wesentliche Dienstleistungen

Die Schweiz setzt sich für mehr soziale Inklusion auf lokaler Ebene und eine Verbesserung von wesentlichen und hochwertigen Dienstleistungen für alle ein. Dazu gehören Aktivitäten wie die Stärkung der Kapazitäten der Gemeinden und die Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger an Entscheidungsprozessen, insbesondere die Vertretung von Frauen und jungen Menschen in den Lokalverwaltungen. Humanitäre Akteure und die UNO ergänzen diese Aktivitäten durch verschiedene Dienstleistungen im Bildungs-, Gesundheits- und Wassersektor. Der Nexus zwischen Entwicklungszusammenarbeit und humanitärer Hilfe ist gewährleistet. Die UNRWA bleibt eine wichtige multilaterale Organisation. Sie stellt die Bildung und die medizinische Versorgung der Flüchtlinge sowie den sozialen Schutz der besonders gefährdeten Menschen in Gaza und im Westjordanland sicher. 

Gemeinsam mit anderen Gebern wie der Weltbank macht sich die DEZA für vulnerable und marginalisierte Gemeinschaften stark und stellt sicher, dass diese Programme niemanden zurücklassen. Die Schweiz beteiligt sich ausserdem an den Koordinationsmechanismen der humanitären Geberorganisationen, damit eine wirksame und kohärente Unterstützung gewährleistet ist. 

Gute Regierungsführung

Katastrophen- und Nothilfe

Grundbildung und Berufsbildung

Herangehensweise und Partner

Das EDA setzt auf eine komplementäre und flexible Kombination von Partnerschaften mit internationalen Organisationen (UNO, IFI, IKRK, FAO), internationalen, lokalen und schweizerischen NGO, nationalen Behörden und anderen öffentlichen oder privaten Partnern vor Ort (z. B. Hochschulen, Technologieparks oder Berufsverbände). Im Besetzten Palästinensischen Gebiet sind Partnerschaften mit gleichgesinnten Ländern unerlässlich, weil sie einerseits die Risiken reduzieren und andererseits eine bessere Koordination und wirksamere Hilfe ermöglichen. Die Unterstützung sämtlicher Partner unterliegt einem strengen Monitoring. Bei der Auswahl der Partner wird darauf geachtet, dass sie in Einklang mit den Werten der Aussenpolitik und den Schwerpunktthemen der Schweiz stehen und die Erwartungen an Professionalität, Wirtschaftlichkeit und Wirksamkeit erfüllen.

Aktuelle Projekte

Objekt 13 – 16 von 16

Gaza Vulnerable Communities Development- GVCD (Phase 1)

01.10.2017 - 31.12.2021

In the first phase of this project, SDC will support selected Municipalities in the Gaza Strip to improve the delivery of services through the Municipal Development and Lending Fund (MDLF): small-scale infrastructure projects targeting vulnerable communities and capacity development activities to enhance the participation of these communities in local decision-making processes will be implemented. This project is aligned with Palestine National Policy Agenda (2017-2022), and Swiss Cooperation Strategy for the oPt (2015-2018).


Support to Municipal Development Project (MDP-3)

Unterstützung des städtischen Entwicklungsprojekts (MDP-3), besetztes palästinensisches Gebiet

01.09.2017 - 31.12.2021

Since 2009, the Municipal Development Project (MDP) has been the main vehicle for policy reform in the Local Governance sector in the oPt. It has channelled funding to Municipalities to support infrastructure projects and capacity-building activities in a transparent and equitable manner, despite huge challenges linked to 50 years of Israeli Occupation and to 10 years of intra-Palestinian divide. MDP-3 (2017-2021) is supported by 7 donors and the Palestinian Authority: SDC’s contribution is in line with Swiss Cooperation Strategy for the oPt (2015-2018).

Land/Region Thema Periode Budget
Palästinensische Behörde
Governance
Dezentralisierung
Demokratische Partizipation und Zivilbevölkerung

01.09.2017 - 31.12.2021


CHF  5’300’000



Reform and Development of Markets, Value Chains and Producers’ Organisations

Reform und Entwicklung von Märkten, Wertschöpfungsketten und landwirtschaftliche Organisationen im besetzten palästinensischen Gebiet

01.03.2017 - 31.12.2022

Private sector-led agriculture and agribusiness in the Palestinian occupied territory (oPT) can play a key role in building a resilient economy towards economic growth and in safeguarding rights and entitlements to natural resources and markets. This program aims at improving income and productivity in the agriculture sector, through improved access to markets, increased share of local market, enhanced competitiveness and profitability of Palestinian agribusinesses.

Land/Region Thema Periode Budget
Palästinensische Behörde
Landwirtschaft und Ernährungssicherheit
Landwirtschaftliche Entwicklung
Landwirtschaftspolitik
Landwirtschaftliche Genossenschaften & Bäuerinnen- und Bauernorganisationen

01.03.2017 - 31.12.2022


CHF  3’000’000



Support to Village Councils in the West Bank with a focus on Area C

01.11.2016 - 31.12.2021

SDC will support local government units to improve the delivery of basic services in marginalized rural areas of the West Bank with a focus on Area C. This intervention is consistent with the State-building agenda which forms the basis for SDC development programme in the occupied Palestinian territory (oPt), the promotion of human rights/international humanitarian law and the alleviation of poverty. It is aligned to the Palestinian Authority’s policy framework for Area C. Its operating modalities are harmonized with like-minded donors in the local governance sector.

Objekt 13 – 16 von 16