Übertragbare Krankheiten – vermeidbares Leid tatsächlich vermeiden

Eine Wissenschaftlerin überprüft eine Probe.
Die DEZA unterstützt Projekte für die Forschung und Entwicklung von neuen Medikamenten im Kampf gegen die vernachlässigten Tropenkrankheiten. © DEZA / John Paul Kay

Übertragbare Krankheiten verursachen viel menschliches Leid, behindern die Entwicklung und erschweren den Ausweg aus der Armutsspirale. Die DEZA setzt bei der Bekämpfung der übertragbaren Krankheiten auf die Prävention, die Behandlung sowie auf die Forschung und Entwicklung von neuen Medikamenten und Diagnoseinstrumenten. Dabei fokussiert sie sich auf Malaria, die vernachlässigten Tropenkrankheiten, auf Durchfallerkrankungen sowie auf akute Atemwegserkrankungen wie Lungenentzündung

Fokus der DEZA

Malaria

Trotz enormer Fortschritte starb im Jahr 2018 noch immer alle zwei Minuten ein Kind an Malaria. Dies, obwohl die Krankheit vermeid- und behandelbar ist.

In den Ländern, wo Malaria allgegenwärtig, finanziert die DEZA deshalb die Abgabe von Moskitonetzen, die Stärkung der Gesundheitssysteme und die Förderung von Initiativen der lokalen Gemeinschaften.

Auf internationaler Ebene unterstützt sie zudem globale Initiativen wie z. B. den Globalen Fonds zur Bekämpfung von Aids, Tuberkulose und Malaria, anerkannte Forschungsinstitute und öffentlich-private Partnerschaften: Diese sind Pioniere in der wissenschaftlichen Forschung und Entwicklung von Präventionsmethoden, Behandlungen und innovativen Diagnoseinstrumenten, die rasch auf den Markt gebracht und insbesondere für ärmere Bevölkerungsgruppen zugänglich gemacht werden.

2007 wurde die Swiss Malaria Group (SMG) auf Initiative der DEZA gegründet. Mit Unterstützung der DEZA bringt die Swiss Malaria Group in der Schweiz ansässige Forschungseinrichtungen, öffentliche Institutionen, die Privatindustrie und die Zivilgesellschaft zusammen.

Die Swiss Malaria Group verfolgt die Vision, Entscheidungsträger und die Öffentlichkeit in der Schweiz zu sensibilisieren, mit dem Ziel:

  • die Schweizer Vorreiterrolle im Kampf gegen Malaria voranzutreiben
  • Forschung und Innovation zu stärken
  • Malaria vor Ort effektiv zu bekämpfen 

Vernachlässigte Tropenkrankheiten

Mehr als eine Milliarde Menschen weltweit leiden an vernachlässigten Tropenkrankheiten wie Dengue-Fieber, Schlafkrankheit oder Leishmaniose. Oft fehlt der Zugang zu medizinischen Produkten gegen diese Krankheiten, von welchen vor allem die ärmeren Bevölkerungsgruppen betroffen sind. Die DEZA unterstützt deshalb öffentlich-private Partnerschaften zur Forschung und Entwicklung von neuen Medikamenten, Präventions- und Diagnoseinstrumenten gegen vernachlässigte Tropenkrankheiten. Ausserdem setzt sich die DEZA zusammen mit weiteren Schweizer Bundesstellen für den verbesserten Zugang zu medizinischen Produkten auf globaler Ebene ein. 

HIV/Aids

Die DEZA unterstützt Programme zu HIV/Aids und setzt mit ihrem sektorübergreifenden Ansatz in erster Linie bei den Bereichen Prävention sowie Reduzierung von Stigma und Diskriminierung von HIV-positiven Menschen an. Ursachen und Konsequenzen von HIV/Aids gehen weit über den Gesundheitssektor hinaus und betreffen Bereiche wie Bildung, Arbeit, Ernährung, Gesetze oder etwa die Wirtschaft. Die Schweiz setzt sich deshalb für einen umfassenden Ansatz ein, um im Rahmen der sexuellen und reproduktiven Gesundheit und Rechte die HIV/Aids-Problematik in all seinen Facetten anzugehen. In den Ländern mit hoher Prävalenz von HIV/Aids wird diese Problematik systematisch in Projekten der DEZA angegangen.

Die Schweiz trägt aktiv zum globalen Kampf gegen HIV/Aids bei, indem sie internationale Organisationen unterstützt, wie z.B. UNAIDS, den Globalen Fonds zur Bekämpfung von Aids, Tuberkulose und Malaria sowie die Weltgesundheitsorganisation (WHO).

Hintergrund

Ständige Gefahr

Obwohl über 1 Milliarde Menschen nach wie vor von vernachlässigte Tropenkrankheiten betroffen sind, fehlen häufig wirksame und sichere Therapien, da es aufgrund der schwachen Kaufkraft der betroffenen Bevölkerungsgruppen für die forschungsbasierte Pharmaindustrie kaum einen Anreiz gibt, finanziell in die Forschung und Entwicklung neuer Produkte gegen diese Krankheiten zu investieren. Deshalb engagiert sich die DEZA im Rahmen von öffentlich-privaten Partnerschaften, um diese Lücken zu schliessen. 

Resistenz

Dank des internationalen Engagements im Kampf gegen Malaria zwischen 2000 und 2018 wurde die Zahl der Krankheitsfälle um rund ein Drittel gesenkt; und die Anzahl malariabedingter Todesfälle gar halbiert. Diese Fortschritte gehen auf massive Investitionen und eine verbesserte Koordination der Akteure weltweit zurück. Allerdings wird die Entwicklung von Resistenzen gegen Medikamente und Insektizide zu einem grossen Problem und droht die Errungenschaften zunichte zu machen, sofern nicht neue wirksame Produkte entwickelt werden. 

Die Schweiz hat im Bereich des Zugangs zu medizinischen Produkten viel Forschungskapazitäten, Knowhow, Produkte und Technologien zu bieten, die weltweit nachgefragt werden und einen wichtigen Unterschied für die nachhaltige Entwicklung eines Landes machen können. Die DEZA macht solche Kompetenzen für die Lösung internationaler Gesundheitsprobleme verfügbar.

Aktuelle Projekte

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Participation active des citoyennes et citoyens tunisiens – PACT

01.01.2026 - 31.12.2028

La Suisse veut contribuer à la transition démocratique de la Tunisie suite à la révolution de 2011. Cette transition passe par une participation accrue des citoyens, en particulier des jeunes, dans la gestion des affaires publiques à travers la mise en place de mécanismes de participation inclusive. La Suisse entend promouvoir des initiatives citoyennes faisant la promotion d’une culture de redevabilité des acteurs politiques auprès des communautés tout en formant les nouveaux élus locaux dans le cadre de la décentralisation.


Local Economic Development (LED) Project

01.09.2025 - 30.09.2029

Small and medium entrepreneurs, their employees, and citizens will benefit from inclusive economic growth and equitable employment generation. Public and private sector actors will engage in joint local economic strategizing, planning and implementation. The improved framework conditions for inclusive business will result in more jobs, economic empowerment and ultimately increased sustainable income and well-being; particularly of the poor and disadvantaged.


Contribution au programme santé de mediCuba-Suiza (mCS)

01.09.2025 - 31.08.2027

Après plusieurs années de soutien sporadiques, la coopération suisse propose de renouveler un soutien programme à l’association suisse mediCuba-Suiza (mCS). Cette dernière collabore avec plusieurs institutions publiques de premier plan, et favorise les échanges techniques entre professionnels de la santé en leur permettant un accès aux technologies et méthodes de traitement modernes. mCS  contribue ainsi à la couverture universelle des services de santé.


Youth-Inclusive Rural Finance (YIRF)

01.09.2025 - 31.08.2028

Millions of Tanzanian young people living in rural areas, in particular young women, are affected by vulnerable employment. Building on successful Swiss experience in youth employment, this initiative aims at increasing gainful self-employment through enhanced financial inclusion. It will support the design, market entrance and upscaling of innovative digital financial products and services tailored to rural youth, including female youth. In order to ensure scale and sustainability, a partnership with the private sector will be developed.


Strengthening regional cooperation on migration in the Western Balkans

01.06.2025 - 31.12.2027

In light of diversifying migration patterns and challenges with increasing regional dimensions, the migration policy priorities of Western Balkan governments are changing and the relevance of regional dialogue, coordination and cooperation is growing. This proposal seeks to promote coherent and effective regional governance of migration in all its multifaceted dimensions contributing to greater social cohesion and regional integration in the Western Balkans.


Anti-Corruption Support Programme (ACS)

01.01.2025 - 31.12.2027

The programme will build technical capacity in the Prevention and Combating of Corruption Bureau to more effectively investigate complex financial corruption cases and increase asset recovery. This will reduce impunity, return financial resources and have a preventive effect. The programme will also promote collective action between state and non-state actors to build a social climate that is adverse to corrupt practices.


Horn of Africa: IFC - Private sector solutions for regufees and host communities

01.01.2025 - 09.07.2031

The Horn of Africa is fraught by political and economic fragilities and conflicts, leading to protracted displacement situations. They involve confinement in camps with few opportunities to establish sustainable livelihoods. Switzerland contributes to durable solutions for displacement-affected communities by promoting private sector development, leading to greater economic and employment opportunities and socio-economic integration in the region, which is in the Swiss interest.


Horn of Africa: One Health Units for Humans, Environment, Animals and Livelihoods

01.09.2024 - 30.06.2032

The project aims at improving the well-being of targeted pastoral communities challenged with inadequate access to basic health/veterinary services and environmental conditions in Somalia, Ethiopia and Northern Kenya through integrated health service delivery for both pastoralists and their livestock. The project will contribute to stability and vulnerability’s reduction of citizens in the region, thereby reducing their displacement/migration which is in the interest of Switzerland and the international community.


Participation des femmes dans le processus de paix, de sécurité et de relèvement au Mali

30.04.2024 - 31.03.2031

La Suisse s’engage au Mali pour une participation plus significative des femmes dans le processus de paix. Par l’intermédiaire de ONU-Femmes, les soutiens directs à des initiatives de la société civile malienne seront complétés par la réalisation du Plan d’Action National pour la mise en œuvre de la Résolution 1325 de l’ONU, concernant la participation de femmes dans les processus de paix et les garanties de sécurité. Le programme contribue ainsi à la stabilisation de la sous-région


Gender-based Violence Prevention and Response Project (GBV Project)

01.01.2024 - 31.12.2027

Gender-based violence is prevalent in Nepal because of patriarchal values, lack of rights awareness or support services and poor implementation of laws. In the first phase, the project will directly reach 50,000 households in three districts with GBV prevention activities involving women, girls, men and boys and will provide improved medical, psychosocial and legal services for a minimum of 1’000 GBV survivors. Subsequently, the coverage will be increased.


Swiss Malaria Group

01.01.2024 - 31.12.2025

Founded in 2007 as an informal network, the Swiss Malaria Group (SMG) has undergone organisational development leading to a formalized multi-stakeholder group with a strategic focus on raising awareness about malaria and the comparative advantage of Switzerland to defeat the disease. Organised as an association, with an Executive Secretariat hosted by Medicus Mundi Switzerland, the 15 organisations help accelerating malaria elimination, through innovative control measures, knowledge and financial flows.


Supporting Civil Society Organizations in Nicaragua

01.01.2024 - 31.12.2024

SDC and other like-minded donors are engaged in enhancing the democratic and public policy processes in Nicaragua. A strong civil society is essential to the quality and sustainability of this effort. The proposed program will promote citizen participation, strengthen capacities of Civil Society Organizations and foster informed policy dialogue. 

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