Arbeitstreffen von Bundespräsident Berset und Bundeskanzler Kurz in Bern

Medienmitteilung, 20.11.2018

Bundespräsident Alain Berset und der österreichische Bundeskanzler Sebastian Kurz sind am Dienstag, 20. November 2018, in Bern zu einem offiziellen Arbeitstreffen zusammengekommen. Im Zentrum standen neben den bilateralen Beziehungen zwischen der Schweiz und Österreich insbesondere europapolitische Themen: die Verhandlungen der Schweiz mit der Europäischen Union, die Entwicklungen rund um den Brexit sowie die vorläufige Bilanz des österreichischen EU-Ratsvorsitzes.

Bundespräsident Berset und Bundeskanzler Kurz betonten die ausgezeichnete nachbarschaftliche Zusammenarbeit und die zahlreichen gemeinsamen Interessen - nicht nur mit Blick auf die bilaterale Kooperation, sondern auch auf internationaler Ebene. Die Schweizer Delegation würdigte die wichtigen Beiträge, die Österreich im Rahmen seiner EU-Ratspräsidentschaft geleistet hat, um die Staaten des Westbalkans näher an die EU heranzuführen. Die Schweiz und Österreich bekräftigten übereinstimmend ihr starkes Interesse an Stabilität und wirtschaftlicher Entwicklung in dieser Region.

Themen waren auch der Stand der Verhandlungen zwischen der Schweiz und der EU über ein Rahmenabkommen sowie die aktuelle Situation beim Brexit. Die Schweiz begrüsst den Vorschlag, dass während einer Übergangsphase die Abkommen mit der EU weiterhin auch für das Vereinigte Königreich angewendet werden können.

Bei den globalen Fragen stand die Migration auf der Traktandenliste. Weitere Themen waren die Zukunft des Atomabkommens mit Iran sowie die Beziehungen zu Russland. Bundespräsident Berset und Bundeskanzler Kurz tauschten zudem die Ratifikationsurkunden zum bilateralen Luftpolizeiabkommen aus, das die beiden Länder im September 2017 in Salzburg unterzeichnet hatten. Es regelt die Zusammenarbeit bei der grenzüberschreitenden Sicherung des Luftraums gegen nicht-militärische Bedrohungen aus der Luft.


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Bilaterale Beziehungen Schweiz–Österreich


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