Humanitäre Diplomatie
Im Bereich der humanitären Diplomatie konzentriert die Schweiz ihr Engagement auf den Schutz der Zivilbevölkerung in bewaffneten Konflikten und die Herausforderungen in Zusammenhang mit dem Klimawandel und neuen Technologien. Die humanitäre Diplomatie trägt nachhaltig zum Schutz von Personen bei (vor, während und nach Krisen und bewaffneten Konflikten), indem sie innovative Lösungen für die aktuellen humanitären Herausforderungen entwickelt und sich auf diplomatischer Ebene für die Wahrung des humanitären Raums einsetzt. Die humanitäre Diplomatie beinhaltet auch den Schweizer Einsatz zugunsten der humanitären Abrüstung und der multilateralen Friedensförderung.

Die humanitäre Diplomatie der Schweiz setzt sich für die Einhaltung bestehender Normen und die Entwicklung von Instrumenten und Mechanismen für einen besseren Schutz der Zivilbevölkerung ein. Dazu pflegt sie einen regelmässigen Dialog mit anderen Staaten, internationalen Organisationen, wissenschaftlichen Kreisen und Nichtregierungsorganisationen. Die Schweiz engagiert sich sowohl in multilateralen Gremien als auch direkt in den betroffenen Ländern. Diese Kombination ermöglicht einen effizienten Ansatz.
Um ihre Ziele zu erreichen, verfolgt die Schweiz fünf Hauptstossrichtungen:
- Schutz der Zivilbevölkerung und Wahrung des humanitären Raums – um die Sicherheit und die uneingeschränkte Achtung der Rechte der Zivilbevölkerung und von nicht an Kampfhandlungen beteiligten Personen zu gewährleisten und zugleich sicherzustellen, dass humanitäre Organisationen ihre Aufgaben erfüllen können.
- Förderung eines nachhaltigen Friedens auf multilateraler Ebene – um durch die alle fünf Jahre stattfindende Peacebuilding Architecture Review (PBAR) der UNO und durch die Unterstützung des UNO-Fonds für Friedenskonsolidierung die multilaterale Friedensarchitektur zu stärken.
- Humanitäre Abrüstung – um völkerrechtliche Verträge, die den Einsatz bestimmter Waffen regeln oder verbieten, die sachgerechte Bewirtschaftung von Munition und konventionellen Waffen sowie die humanitäre Minenräumung zu fördern.
- Klimawandel und Umweltzerstörung – um durch die Bekämpfung der negativen Auswirkungen des Klimawandels und der Umweltzerstörung die menschliche Sicherheit zu gewährleisten.
- Herausforderungen durch neue Technologien – um die Zivilbevölkerung vor den Risiken neuer Technologien zu schützen und die Vorteile, die diese Technologien für humanitäre und Friedensakteure bieten, zu nutzen.
Auf diese Weise will die humanitäre Diplomatie die nötigen Rahmenbedingungen schaffen, damit betroffene Personen ihre Rechte weiterhin wahrnehmen können und die humanitäre Hilfe sie rasch erreicht. Besondere Aufmerksamkeit gilt dabei den besonders verletzlichen Bevölkerungsgruppen wie Frauen, Kindern oder Binnenvertriebenen.
Links

Humanitärer Zugang und Schutz der Zivilbevölkerung
Sicherheit und Respektierung der Rechte der Zivilbevölkerung in bewaffneten Konflikten sind Prioritäten der Schweizerischen Aussenpolitik.

Humanitäre Abrüstung
Die Schweiz fördert den sicheren Umgang mit Munition, die Kontrolle konventioneller Waffen und setzt sich für Abrüstung ein.

Klimawandel, Frieden und Sicherheit
Der Klimawandel stellt die humanitäre Diplomatie der Schweiz vor eine zusätzliche Herausforderung.

Neue Technologien & Digital Protection
Die Schweiz setzt sich dafür ein, die Chancen der neuen Technologien und der Digitalisierung im humanitären Bereich zu nutzen und die Risiken zu minimieren.

Multilaterale Friedensförderung
Die Förderung des Friedens ist eine der zentralen Aufgaben des EDA. Die Schweiz fördert den Frieden auf bilateraler sowie auf multilateraler Ebene.
Kontakt
Staatssekretariat STS-EDA
Abteilung Frieden und Menschenrechte
Effingerstrasse 27
3003 Bern