Gültig am:
Publiziert am: 10.08.2020

Die grundsätzliche Einschätzung ist aktualisiert worden: Am 9. August 2020 sind im Parc des Girafes bei einem bewaffneten Angriff sechs französische und zwei nigrische Staatsangehörige getötet worden.
Beachten Sie auch die Informationen und Empfehlungen des
Bundesamtes für Gesundheit


Reisehinweise für Niger

Diese Reisehinweise entsprechen der aktuellen Lagebeurteilung des EDA. Sie werden laufend überprüft und bei Bedarf angepasst.

Beachten Sie auch die nebenstehenden länderunabhängigen Reiseinformationen und die Fokus-Themen; sie sind Bestandteil dieser Reisehinweise.

Coronavirus (Covid-19):

In allen Regionen der Welt besteht das Risiko einer Ansteckung mit dem Coronavirus.

Der Bundesrat empfiehlt, auf Reisen in Staaten mit einer besorgniserregenden Virusvariante zu verzichten. Diese Staaten sind auf der Liste der Länder mit besorgniserregender Virusvariante des Bundesamtes für Gesundheit BAG aufgeführt.
BAG: Liste der Länder mit besorgniserregender Virusvariante

Auslandreisen erfordern eine sorgfältige Vorbereitung und ein hohes Mass an Flexibilität. Bedenken Sie namentlich folgende Punkte:

1. Schweiz– Empfehlungen und Informationen des Bundesamtes für Gesundheit BAG: Das BAG bestimmt die grenzsanitarischen Massnahmen für die Einreise in die Schweiz, z.B. Quarantänepflicht.

2. Ausland – Ein- und Ausreisevorschriften: In zahlreichen Ländern bestehen weiterhin Einreiserestriktionen und/oder besondere Bestimmungen für die Ausreise.

3. Ausland – Massnahmen innerhalb eines Landes: In vielen Ländern sind weiterhin diverse Massnahmen zur Eindämmung des Virus in Kraft.

4. Ausland – medizinische Versorgung: Das Coronavirus strapaziert das Gesundheitswesen weltweit.

5. Ausland – Unterstützung seitens EDA: Das EDA unterstützt im Rahmen des konsularischen Schutzes.

6. Internationale Verkehrsverbindungen: Flug- und andere Verkehrsverbindungen sind teilweise noch eingeschränkt.

Beachten Sie den Fokus «Coronavirus (COVID-19).

Aktuelles

Neues Coronavirus (COVID-19)

Beachten Sie die Empfehlungen des Bundesrates und weitere Informationen im
Fokus neues Coronavirus (COVID-19).

Um die Verbreitung des neuen Coronavirus (COVID-19) einzudämmen, verfügen immer mehr Staaten Einreise- und Ausreiserestriktionen sowie Reisebeschränkungen innerhalb des Landes. Die Vorschriften ändern laufend.

Für die aktuell gültigen Vorschriften in Niger, beachten Sie die Informationen der zuständigen nigrischen Behörden und wenden Sie sich bei Fragen an die Botschaft von Niger in Genf.
Gesundheitsministerium
Botschaft von Niger

Auskunft über die Verkehrsverbindungen erteilen die zuständigen Gesellschaften und Reisebüros.

Beachten Sie die Informationen und Empfehlungen des
Bundesamtes für Gesundheit BAG

Grundsätzliche Einschätzung

Von Reisen nach Niger wird abgeraten.

In grossen Teilen der Sahara und des Sahel sind bewaffnete Banden und islamistische Terroristen aktiv, die vom Schmuggel und von Entführungen leben. Sie sind gut organisiert, operieren grenzüberschreitend und haben Verbindungen zu lokalen, kriminellen Gruppen. Seit November 2009 wurden mehrere Ausländerinnen und Ausländer in der Sahara/Sahelzone verschleppt. Es handelte sich um Touristen sowie Mitarbeiter von Hilfsorganisationen und ausländischen Firmen. Das Entführungsrisiko ist im ganzen Land sehr hoch.

Beachten Sie die Informationen auf unseren spezifischen Internet-Seiten:
Entführungsrisiko in der Sahara und Sahelzone

Terrorismus und Entführungen

Das Risiko von terroristischen Anschlägen besteht im ganzen Land, besonders aber in den Regionen Diffa, Tahoua und Tillabéry, wo der Ausnahmezustand in Kraft ist. Am 9. August 2020 sind im Parc des Girafes in Kouré (Tillabéry) bei einem bewaffneten Angriff sechs französische und zwei nigrische Staatsangehörige getötet worden. Im Juni 2019 und im März 2018 wurden in der Nähe von Niamey nigrische Polizisten bei einem bewaffneten Angriff getötet oder verletzt.

Die Konflikte und die unsichere Lage in Mali, Nigeria und Burkina Faso beeinflussen die Sicherheitslage in Niger, insbesondere in den Grenzgebieten. Es kommt immer wieder zu bewaffneten Zwischenfällen und terroristischen Überfällen. Zudem sind in den Grenzgebieten zu Nigeria bewaffnete kriminelle Banden aktiv.

In Niamey finden regelmässig Demonstrationen statt. In deren Umfeld sind gewaltsame Ausschreitungen sowie Zusammenstösse zwischen Demonstranten und den Sicherheitskräften nicht auszuschliessen.

In Niamey werden vermehrt Einbrüche und bewaffnete Überfälle gemeldet.

Nützliche Adressen

Schweizer Vertretungen im Ausland: Wenn Sie im Ausland in eine Notlage geraten, können Sie sich an die nächste Schweizer Vertretung oder an die Helpline EDA wenden.
Schweizer Botschaft in Abuja, Nigeria
Schweizer Kooperationsbüro und Konsulargentur in Niamey
Helpline EDA

Ausländische Vertretungen in der Schweiz: Auskunft über die Einreisevorschriften (zugelassene Ausweise, Visum etc.) erteilen die zuständigen ausländischen Botschaften und Konsulate. Sie informieren auch über die Zollbestimmungen für die Ein- und Ausfuhr von Tieren und Waren: elektronische Geräte, Souvenirs, Medikamente etc.
Ausländische Vertretungen in der Schweiz

Ausschluss der Haftung
Die Reisehinweise des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA) stützen sich auf eigene, als vertrauenswürdig eingeschätzte Informationsquellen. Sie verstehen sich als nützliche Hinweise zur sorgfältigen Planung einer Reise. Das EDA kann Reisenden aber den Entscheid und die Verantwortung für die Vorbereitung und Durchführung der Reise nicht abnehmen.
Gefahrensituationen sind oft nicht vorhersehbar, unübersichtlich und können sich rasch ändern. Das EDA übernimmt keine Gewähr für die Vollständigkeit der Reisehinweise und für die Richtigkeit des Inhalts von verlinkten externen Internetseiten. Es lehnt jede Haftung für allfällige Schäden im Zusammenhang mit einer Reise ab. Forderungen im Zusammenhang mit der Annullierung einer Reise sind direkt beim Reisebüro oder der Reiseversicherung geltend zu machen.