Gültig am:
Publiziert am: 21.08.2020

Die folgenden Kapitel sind angepasst worden: Aktuelles (Wahlen), Spezifische regionale Risiken (es wird neu von Reisen in zusätzliche Gebiete abgeraten: Grenzprovinzen zu Côte d'Ivoire und zu Togo sowie in die gesamten Regionen Sahel, Centre-Nord, Nord und Est).

 


Reisehinweise für Burkina Faso

Diese Reisehinweise entsprechen der aktuellen Lagebeurteilung des EDA. Sie werden laufend überprüft und bei Bedarf angepasst.

Beachten Sie auch die nebenstehenden länderunabhängigen Reiseinformationen und die Fokus-Themen; sie sind Bestandteil dieser Reisehinweise.

NEUES CORONAVIRUS (COVID-19):

Das Bundesamt für Gesundheit BAG empfiehlt, weiterhin auf nicht notwendige Auslandreisen zu verzichten. Von dieser Empfehlung ausgenommen sind zurzeit:

  • die nachfolgenden Länder des Schengen-Raums: Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Italien, Lettland, Liechtenstein, Litauen, Norwegen, Österreich, Polen und Schweden. Aufgrund der aktuellen epidemiologischen Lage rät das BAG jedoch von nicht notwendigen Reisen in bestimmte Gebiete in Deutschland, Frankreich, Italien und Österreich ab.*
  • sowie folgende Länder: Australien, Bulgarien, Japan, Neuseeland, Ruanda, San Marino, Südkorea, Thailand, Uruguay, Vatikan/Heiliger Stuhl und Zypern.*

Die detaillierte Liste der abgeratenen Gebiete in den vier Nachbarstaaten finden Sie auf
BAG: Quarantäneliste.
Alle anderen abgeratenen Länder sind ersichtlich auf:
BAG: Informationen für Reisende

Unabhängig der Empfehlungen des BAG bestehen in zahlreichen Ländern weiterhin Einreiserestriktionen.

Das BAG hat verfügt, dass Personen, die aus Staaten und Gebieten mit erhöhtem Ansteckungsrisiko in die Schweiz einreisen, für zehn Tage in die Quarantäne müssen. Beachten Sie die Liste des BAG, die regelmässig angepasst wird. *

* Verbindliche Auskünfte über die Reise-Empfehlungen im Zusammenhang mit Covid-19 und die schweizerischen Quarantänebestimmungen erteilt das BAG.

Beachten Sie den Fokus neues Coronavirus (Covid-19)

Erkundigen Sie sich vor Auslandreisen bei den ausländischen Vertretungen in der Schweiz (Botschaften und Konsulate) über die aktuell gültigen Einreisevorschriften und anderen Massnahmen zur Eindämmung der Ausbreitung des neuen Coronavirus.
ausländische Vertretungen in der Schweiz


Aktuelles

Neues Coronavirus (COVID-19)

Beachten Sie die Empfehlungen des Bundesrates und weitere Informationen im
Fokus neues Coronavirus (COVID-19)
.

Um die Verbreitung des neuen Coronavirus (COVID-19) einzudämmen, verfügen immer mehr Staaten Einreise- und Ausreiserestriktionen sowie Reisebeschränkungen innerhalb des Landes. Die Vorschriften ändern laufend.

Für die aktuell gültigen Vorschriften in Burkina Faso, beachten Sie die Informationen der zuständigen lokalen Behörden und wenden Sie sich bei Fragen an die Botschaft von Burkina Faso in Genf.
Ministère de la Santé

Botschaft von Burkina Faso

Auskunft über die Verkehrsverbindungen erteilen die zuständigen Gesellschaften und Reisebüros.

Beachten Sie die Informationen und Empfehlungen des
Bundesamtes für Gesundheit BAG

Parlaments- und Präsidentschaftswahlen

Am 22. November 2020 stehen Parlaments- und Präsidentschaftswahlen bevor. Vor und während den Wahlen sowie bei Bekanntgabe der Resultate steigt im ganzen Land das Risiko von politisch bedingten Gewaltausbrüchen.

Informieren Sie sich vor und während dringenden Reisen bei den lokalen Behörden über die Sicherheitslage. Trotz vorgängigen Erkundigungen bei den lokalen Behörden, kann eine erhöhte Gefährdung nicht ausgeschlossen werden.
Halten Sie sich über die Medien auf dem Laufenden und befolgen Sie die Anweisungen der lokalen Behörden
(zum Beispiel Ausgangssperren).

Beachten Sie auch die nachstehenden Informationen und Empfehlungen

Grundsätzliche Einschätzung

Von touristischen und anderen nicht dringenden Reisen wird abgeraten. Von Reisen in gewisse Landesteile wird generell abgeraten.

Es bestehen latente politische Spannungen, die trotz zeitweiser ruhiger Phasen aufbrechen können. Bei Demonstrationen und Streiks sind Ausschreitungen sowie Zusammenstösse zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften möglich. Auch ethnische Spannungen machen sich bemerkbar und können zu Gewalttaten führen.

Seit dem 31. Dezember 2018 ist in Teilen der nachstehenden Regionen den Ausnahmezustand in Kraft gesetzt, um gegen kriminelle und terroristische Banden vorzugehen: Hauts-Bassins, Boucle du Mouhoun, Nord, Sahel, Est und Centre-Est. Der Ausnahmezustand berechtigt die Behörden unter anderem, Hausdurchsuchungen ohne Durchsuchungsbefehl vorzunehmen, die Versammlungs- oder die Bewegungsfreiheit einzuschränken und Ausgangssperren zu verhängen.

In Ouagadougou wie im ganzen Land besteht die Gefahr von terroristischen Angriffen. Das Risiko besteht für einheimische und ausländische Personen. Beispiele:

  • Am 30. Mai 2020 hat ein Anschlag auf den Viehmarkt von Kompienga mehrere Todesopfer und Verletzte gefordert.
  • Am 8. März 2020 haben Anschläge auf Dörfer der Gemeinde Barga (Provinz Yatenga) mehrere Todesopfer gefordert.
  • Am 17. Februar 2020 forderte ein Angriff auf eine Kirche in der Provinz Yagha mehrere Todesopfer. Weitere Personen wurden verletzt oder entführt.
  • Am 7. Februar 2020 wurden bei einem Angriff auf das Dorf Kombori in der Provinz Kossi mehrere Personen getötet.
  • Am 20. Januar 2020 forderten Angriffe auf Dörfer in der Provinz Sanmatenga mehrere Todesopfer.
  • Am 24. Dezember 2019 wurden bei zwei Angriffen in der Garnisonsstadt Arbinda (Provinz Soum) mehrere Personen getötet, darunter viele Zivilisten.
  • Am 1. Dezember 2019 kamen bei einem Angriff auf eine Kirche in einem Dorf in der Provinz Komondjari mehrere Personen ums Leben, darunter Kinder.
  • Am 6. November 2019 forderte ein Angriff auf einen Firmenkonvoi in der Provinz Gnagna zahlreiche Todesopfer und Verletzte.
  • Am 15. Februar 2019 wurden bei einem terroristischen Überfall in der Provinz Koulpélogo mehrere Personen getötet, darunter ein spanischer Priester.
  • Am 2. März 2018 wurde die französische Botschaft und das Militärhauptquartier im Stadtzentrum von Ouagadougou Ziel von terroristischen Angriffen. Sie haben mehrere Todesopfer und Verletzte gefordert.
  • Am 13. August 2017 forderte ein Attentat auf ein bei Ausländern beliebtes Restaurant in Ouagadougou mehrere Todesopfer und Verletzte.

Von Reisen in gewisse Landesteile wird wegen des hohen Risikos von Entführungen abgeraten. Siehe Kapitel Spezifische regionale Risiken. Das Risiko ist jedoch auch in den anderen Landesteilen zunehmend vorhanden. Im Dezember 2018 ist ein westliches Paar zwischen Bobo Dioulasso und Ouagadougou entführt worden.

Beachten Sie die Informationen auf den spezifischen Internet-Seiten:
Entführungsrisiko in der Sahara und Sahelzone

Terrorismus und Entführungen

Falls Sie aus zwingenden Gründen nach Burkina Faso reisen müssen, beachten Sie bitte die nachstehenden Informationen und Empfehlungen.

Informieren Sie sich vor und während der Reise bei den lokalen Behörden über die Sicherheitslage. Trotz vorgängigen Erkundigungen bei den lokalen Behörden, kann eine erhöhte Gefährdung nicht ausgeschlossen werden.
Halten Sie sich über die Medien auf dem Laufenden und befolgen Sie die Anweisungen der lokalen Behörden
(zum Beispiel Ausgangssperren).

Spezifische regionale Risiken

Bei der Beschreibung von Gefahrenzonen handelt es sich um ungefähre Angaben; Risiken lassen sich nicht auf exakt umrissene Gebiete einschränken.

Gebiete mit hohem Entführungsrisiko:
In grossen Teilen der Sahara und des Sahel sind bewaffnete Banden und islamistische Terroristen aktiv, die vom Schmuggel und von Entführungen leben. Sie breiten sich zunehmend nach Süden aus, sind gut organisiert, operieren grenzüberschreitend und haben Verbindungen zu lokalen, kriminellen Gruppen. Seit November 2009 wurden mehrere Ausländerinnen und Ausländer, in der Sahara/Sahelzone verschleppt, unter anderem in Burkina Faso.
Ausserdem überfallen Terroristen und bewaffnete Banden immer wieder Polizeiposten und Dörfer. Wegen des hohen Risikos von Entführungen und bewaffneten Überfällen wird abgeraten von Reisen jeder Art in die Grenzprovinzen zu Mali (einschliesslich Provinz Houet), zu Côte d'Ivoire und zu Togo sowie auch in die Regionen Sahel, Centre-Nord, Nord und Est.

Kriminalität

Die weit verbreitete Armut hat zu einer Zunahme der Klein- und Gewaltkriminalität geführt. Es kommt vermehrt zu Überfällen auf Fahrzeuge durch Strassenräuber. Beachten Sie unter anderem folgende Vorsichtsmassnahmen:

  • Tragen Sie keine Wertgegenstände (Uhren, Schmuck etc.) und nur wenig Geld auf sich.
  • Deponieren Sie wichtige Dokumente (Pass, Flugschein, Reiseschecks etc.) an einem sicheren Ort; tragen Sie jedoch eine Kopie Ihres Passes auf sich.
  • Verzichten Sie auf nächtliche Spaziergänge.
  • Reisen Sie nicht alleine und nur in Begleitung einer Vertrauensperson.
  • Auf allen Strassenverbindungen im Land besteht das Risiko von Überfällen durch Strassenräuber ("coupeurs de route"). Auch die Hauptachsen zwischen den grösseren Städten sind davon betroffen. Erkundigen Sie sich bei den lokalen Behörden über die aktuelle Sicherheitslage.
  • Unternehmen Sie Überlandfahrten nur tagsüber und wenn möglich auf den asphaltierten Nationalstrassen.
  • Geschäftsleuten wird empfohlen, neue Geschäftsbeziehungen vorsichtig anzugehen und durch eine erfahrene, vertrauenswürdige Firma oder Agentur vermitteln zu lassen.

Es kommt immer wieder zu Betrügereien aus Westafrika, bei denen die Opfer per E-Mail und unter Vorgabe von Gründen aller Art zu Geldzahlungen oder Vorschussleistungen angehalten werden. Häufig stecken Betrüger dahinter, wenn:

  • Sie jemand wegen eines medizinischen oder anderen Notfalles (Raubüberfall, Verhaftung, Problem mit Behörden, Visumproblem etc.) um eine rasche Geldüberweisung bittet;
  • Sie um die Angabe von Bankverbindungen gebeten werden, um Erbschaften und andere Gelder zu überweisen
  • Sie Angebote erhalten, welche einen hohen Gewinn versprechen
  • Sie offiziell aussehende Beweisdokumente zugesandt erhalten. Solche sind oftmals gefälscht.

Verkehr und Infrastruktur

Mit Ausnahme der Hauptachsen ist der Zustand der Strassen schlecht. In der Regenzeit (Juni bis September) sind sie teilweise unpassierbar. Das unvorhersehbare Verhalten vieler Verkehrsteilnehmer und streunendes Vieh stellen ein erhebliches Unfallrisiko dar. Auch aus diesen Gründen wird von nächtlichen Überlandfahrten abgeraten.

Besondere rechtliche Bestimmungen

Gleichgeschlechtliche Handlungen sind strafbar. Es ist verboten, uniformierte Personen, militärische Einrichtungen und öffentliche Bauten (Flughäfen, Brücken usw.) zu fotografieren. Generell dürfen auch touristische Motive nur mit einer Bewilligung des Ministère de la Communication fotografiert werden.

Vergehen gegen das Betäubungsmittelgesetz werden mit langjährigen Zuchthausstrafen geahndet.

Die Haftbedingungen sind prekär.

Kulturelle Besonderheiten

Der Grossteil der Bevölkerung ist muslimischen Glaubens. Passen Sie Kleidung und Verhalten den lokalen Gepflogenheiten an. Informieren Sie sich in Reiseführern, bei Ihrem Reisebüro oder vor Ort über die Verhaltensregeln.

Medizinische Versorgung

Die medizinische Versorgung ist nur sehr beschränkt gewährleistet und in abgelegenen Gebieten besonders schwierig. Krankenhäuser verlangen eine Vorschusszahlung, bevor sie Patienten behandeln. Eigenes Verbandsmaterial und Wegwerfspritzen können sich als nützlich erweisen. Ernsthafte Verletzungen und Erkrankungen müssen im Ausland (Europa) behandelt werden.

Wenn Sie auf bestimmte Medikamente angewiesen sind, sollte Ihre Reiseapotheke einen ausreichenden Vorrat enthalten. Bedenken Sie jedoch: In vielen Ländern gelten besondere Vorschriften für die Mitnahme von betäubungsmittelhaltigen Medikamenten (z.B. Methadon) und Substanzen, mit denen psychische Erkrankungen behandelt werden. Erkundigen Sie sich gegebenenfalls vor der Abreise direkt bei der zuständigen ausländischen Vertretung (Botschaft oder Konsulat) und konsultieren Sie die Rubrik Reiselinks, wo Sie unter anderem weitere Informationen zu diesem Thema sowie generell zur Reisemedizin finden.
Über die Verbreitung von Krankheiten und mögliche Schutzmassnahmen informieren Ärzte und Impfzentren.

Nützliche Adressen

Notruf Polizei: 17 oder 25 30 63 83
Notruf Gendarmerie: 80 00 11 45 oder 25 30 62 71
Notruf Ambulanz: 25 30 66 44 oder 25 30 66 45

Schweizerische Vertretungen im Ausland: Wenn Sie im Ausland in eine Notlage geraten, können Sie sich an die nächste schweizerische Vertretung oder an die Helpline EDA wenden.
Schweizer Botschaft in Abidjan, Côte d‘Ivoire
Kooperationsbüro DEZA in Ouagadougou
Helpline EDA

Ausländische Vertretungen in der Schweiz: Auskunft über die Einreisevorschriften (zugelassene Ausweise, Visum etc.) erteilen die zuständigen ausländischen Botschaften und Konsulate. Sie informieren auch über die Zollbestimmungen für die Ein- und Ausfuhr von Tieren und Waren: elektronische Geräte, Souvenirs, Medikamente etc.
Ausländische Vertretungen in der Schweiz

Ausschluss der Haftung
Die Reisehinweise des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA) stützen sich auf eigene, als vertrauenswürdig eingeschätzte Informationsquellen. Sie verstehen sich als nützliche Hinweise zur sorgfältigen Planung einer Reise. Das EDA kann Reisenden aber den Entscheid und die Verantwortung für die Vorbereitung und Durchführung der Reise nicht abnehmen.
Gefahrensituationen sind oft nicht vorhersehbar, unübersichtlich und können sich rasch ändern. Das EDA übernimmt keine Gewähr für die Vollständigkeit der Reisehinweise und für die Richtigkeit des Inhalts von verlinkten externen Internetseiten. Es lehnt jede Haftung für allfällige Schäden im Zusammenhang mit einer Reise ab. Forderungen im Zusammenhang mit der Annullierung einer Reise sind direkt beim Reisebüro oder der Reiseversicherung geltend zu machen.