Bilaterale Beziehungen Schweiz–Albanien

Die Beziehungen zwischen der Schweiz und Albanien sind gut und vielfältig. Albanien ist ein Schwerpunktland der schweizerischen Entwicklungszusammenarbeit. Die beiden Länder sind zudem an der Entwicklung und Stabilisierung im Westbalkan interessiert.

Schwerpunkte der diplomatischen Beziehungen

Die diplomatischen Beziehungen zwischen der Schweiz und Albanien konzentrieren sich hauptsächlich auf die Entwicklungszusammenarbeit, die Verstärkung der wirtschaftlichen Zusammenarbeit und eine Zusammenarbeit im Migrations- und konsularischen Bereich.

Seit April 2011 kümmert sich das regionale Konsularzentrum in Pristina (Kosovo) um die Anliegen der Schweizerinnen und Schweizer in Albanien.

Bilaterale Abkommen

Wirtschaftliche Zusammenarbeit

Die Handelsbeziehungen sind im Volumen bescheiden. Dennoch haben sie in den letzten zwei Jahrzehnten ständig zugenommen. Einige grosse Schweizer Unternehmen sind in Albanien vertreten, und eine zunehmende Zahl von KMU hat sich auf dem albanischen Markt angesiedelt. Gegenwärtig sind etwa 30 Schweizer Unternehmen in Albanien aktiv.

Das Unternehmen TAP mit Hauptsitz in der Schweiz baut die Erdgasleitung «Trans Adriatic Pipeline» durch Albanien, die via Griechenland und Italien die Route des südlichen Gaskorridors mit Gas aus Aserbaidschan erschliesst.   

Die Schweizer Botschaft organisiert regelmässig Treffen zwischen Unternehmern mit Bezug zur Schweiz.

Handelsförderung, Switzerland Global Enterprise

Zusammenarbeit im Bildungs- und Forschungsbereich

Forschende und Kulturschaffende aus Albanien können sich beim Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) um Bundes-Exzellenz-Stipendien bewerben.

Die Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) finanziert Kooperationsprogramme im Forschungsbereich und unterstützt damit die wissenschaftliche Forschung ebenso wie jene über die Zusammenarbeit innerhalb des Westbalkans. 

Bundes-Exzellenz-Stipendien für ausländische Forschende und Kunstschaffende

Entwicklungszusammenarbeit

Die Prioritäten der albanischen Regierung beeinflussen die schweizerische Entwicklungszusammenarbeit im Land. Ziel ist es, Albanien bei Reformvorhaben und auf dem Weg Richtung europäische Integration zu unterstützen.  Die Schweiz unterstützt die demokratische Transition Albaniens seit 1992. Die Kooperationsstrategie für Albanien 2018–2021 der DEZA und des Staatssekretariats für Wirtschaft (SECO) sieht ein jährliches Budget von 26 Millionen CHF vor. Die Strategie der schweizerischen Zusammenarbeit konzentriert sich derzeit auf vier Bereiche:

  • demokratische Regierungsführung

  • wirtschaftliche Entwicklung und Beschäftigung

  • städtische Infrastruktur und Energie

  • Gesundheit

Entwicklungszusammenarbeit und humanitäre Hilfe

Länderinformationen, Staatssekretariat für Wirtschaft SECO

Kulturaustausch

Die Schweiz fördert den Austausch und den Dialog zwischen den Kulturschaffenden beider Länder. Die Schweizer Botschaft unterstützt regelmässig kulturelle Veranstaltungen in den Bereichen Musik, Theater, Literatur und Film. Mehrere Schweizer Musikerinnen und Musiker gaben in Albanien bereits Konzerte.

Schweizerinnen und Schweizer in Albanien

Ende 2018 lebten gemäss Auslandschweizerstatistik 66 Schweizerinnen und Schweizer in Albanien.