Gültig am:
Publiziert am: 19.11.2020

Diese Reisehinweise sind überprüft und mit geringfügigen Anpassungen publiziert worden. Die Einschätzung der Lage ist unverändert gültig.


Reisehinweise für Kasachstan

Diese Reisehinweise entsprechen der aktuellen Lagebeurteilung des EDA. Sie werden laufend überprüft und bei Bedarf angepasst.

Beachten Sie auch die nebenstehenden länderunabhängigen Reiseinformationen und die Fokus-Themen; sie sind Bestandteil dieser Reisehinweise.

NEUES CORONAVIRUS (COVID-19):

Der Bundesrat empfiehlt, weiterhin wenn möglich auf nicht dringliche Auslandreisen zu verzichten.

Beachten Sie den Fokus neues Coronavirus (Covid-19)

SCHWEIZ
Das Bundesamt für Gesundheit BAG hat verfügt, dass Personen, die aus Staaten und Gebieten mit erhöhtem Ansteckungsrisiko in die Schweiz einreisen, für zehn Tage in die Quarantäne müssen. Beachten Sie die Liste des BAG, die regelmässig angepasst wird. 
BAG: Quarantänepflicht für Einreisende in die Schweiz

AUSLAND
Noch bestehen zahlreiche Einreisebeschränkungen (Einreiseverbot, Quarantäne, Gesundheitsnachweis etc.). Auch innerhalb der einzelnen Staaten gibt es Massnahmen, um die Ausbreitung des neuen Coronavirus einzudämmen, z.B. Einschränkungen der Bewegungsfreiheit.

Erkundigen Sie sich vor Auslandreisen bei den ausländischen Vertretungen in der Schweiz (Botschaften und Konsulate) über die aktuell gültigen Transit – und Einreisevorschriften und anderen Massnahmen zur Eindämmung der Ausbreitung des neuen Coronavirus. Befolgen Sie vor Ort die Anweisungen der lokalen Behörden.
ausländische Vertretungen in der Schweiz

Aktuelles

Neues Coronavirus (COVID-19)

Beachten Sie die Informationen und Empfehlungen im Fokus «neues Coronavirus (COVID-19)» und des Bundesamtes für Gesundheit BAG.
Fokus neues Coronavirus (COVID-19)
BAG: Coronavirus

Um die Verbreitung des neuen Coronavirus (COVID-19) einzudämmen, verfügen zahlreiche Staaten Einreise- und Ausreiserestriktionen sowie Reisebeschränkungen innerhalb des Landes. Die Vorschriften ändern laufend.

Für die aktuell gültigen Vorschriften in Kasachstan, beachten Sie die Informationen der zuständigen kasachischen Behörden und wenden Sie sich bei Fragen an die
Botschaft von Kasachstan in Bern

Auskunft über die Verkehrsverbindungen erteilen die zuständigen Gesellschaften und Reisebüros.

Beachten Sie auch die nachstehenden Informationen und Empfehlungen.

Grundsätzliche Einschätzung

Die politische und soziale Lage kann als stabil bezeichnet werden. Lokal begrenzte gewaltsame Demonstrationen können aber vorkommen, vor allem im Westen des Landes, wo sich die Erdölfelder befinden. Meiden Sie im ganzen Land Kundgebungen jeder Art.

Die kasachischen Behörden weisen auf das Risiko terroristischer Akte hin. Die Rubrik Terrorismus und Entführungen macht auf die Risiken des Terrorismus aufmerksam.
Terrorismus und Entführungen

Spezifische regionale Risiken

Bei der Beschreibung von Gefahrenzonen handelt es sich um ungefähre Angaben; Risiken lassen sich nicht auf exakt umrissene Gebiete einschränken.

Provinz Zhambyl: In der Provinz Zhambyl bestehen soziale und wirtschaftliche Spannungen. Einzelereignisse können kurzfristige lokale Eskalationen auslösen. In Februar 2020 kam es im Grenzgebiet dieser Provinz zu Kirgisistan zu schweren Unruhen. Sie forderten zahlreiche Todesopfer und Verletzte und es kam zu Brandstiftungen.
Informieren Sie sich vor Reisen in die Provinz Zhambyl bei Ihrem Reiseveranstalter oder den lokalen Sicherheitskräften über die aktuelle Lage und lassen Sie erhöhte Vorsicht walten.

Kriminalität

Taschen- und andere Diebstähle und Überfälle kommen vor, teilweise unter Anwendung von Gewalt. Es kommt vor, dass Diebe sich als uniformierte Polizisten ausgeben. Unter anderem werden folgende Vorsichtsmassnahmen empfohlen:

  • Tragen Sie keine Wertgegenstände (Uhren, Schmuck) und nur wenig Geld auf sich.
  • Bei Zufallsbekanntschaften in Bars und Restaurants ist Vorsicht geboten. Es kommt vor, dass mit Betäubungsmitteln versetzte Getränke angeboten werden, um das Opfer zu berauben.
  • Benutzen Sie ausschliesslich Taxis, die Ihnen durch das Hotel, den Reiseleiter oder eine andere lokale Kontaktperson empfohlen werden.
  • Vermeiden Sie nächtliche Spaziergänge und Autofahrten.
  • Korruption und organisiertes Verbrechen sind verbreitet. Geschäftsreisenden wird empfohlen, ihre Kontakte durch eine Firma oder eine lokale Agentur organisieren zu lassen und bei der Wahl neuer Geschäftspartner besondere Sorgfalt walten zu lassen.

Verkehr und Infrastruktur

Der Zustand der Strassen ist besonders im Winter sehr schlecht. Das unvorhersehbare Verhalten vieler Fahrzeuglenker und überhöhte Geschwindigkeit bilden ein zusätzliches Risiko. Auf den grossen Verbindungsstrassen, z.B. von Almaty nach Nur-Sultan, ereignen sich zahlreiche schwere Verkehrsunfälle. Lassen Sie im Strassenverkehr grösste Vorsicht walten und verzichten Sie auf nächtliche Überlandfahrten.

In einzelnen Gebieten sind internationale und mobile Telefon- und Funkverbindungen sowie der Zugang zum Internet nicht immer und überall gewährleistet. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass die Telefon- und Internetverbindungen zeitweise eingeschränkt werden.

Es kommt vor, dass die Grenzübergänge kurzfristig vorübergehend geschlossen werden, z.B. um die Ausbreitung von Krankheiten zu verhindern. Informieren Sie sich bei der Botschaft von Kasachstan in Bern.

Besondere rechtliche Bestimmungen

Es ist unter anderem verboten, militärische Einrichtungen und gewisse öffentliche Bauten (Grenzübergänge, Flughäfen, Bahnhöfe usw.) zu fotografieren sowie den Präsidenten oder dessen Familie zu beleidigen (Gefängnisstrafe).

Alkohol am Steuer ist verboten (0 Promille!). Zuwiderhandlungen können die vorübergehende Konfiskation des Fahrzeugs sowie die sofortige Festnahme des Fahrzeuglenkers zur Folge haben. Verstösse gegen das Betäubungsmittelgesetz werden mit Haftstrafen zwischen sieben und fünfzehn Jahren geahndet.

Die Haftbedingungen sind äusserst schwierig, und Tuberkulose ist unter den Häftlingen verbreitet.

Naturbedingte Risiken

Almaty liegt in einem Erdbebengebiet.

Sollte sich während Ihres Aufenthalts eine Naturkatastrophe ereignen, melden Sie sich möglichst rasch bei Ihren Angehörigen und befolgen Sie die Anweisungen der Behörden. Sind die Verbindungen ins Ausland unterbrochen, kontaktieren Sie die Schweizer Botschaft in Nur-Sultan.

In den Bergen können sich die Witterungsverhältnisse rasch ändern. Outdoor-Aktivitäten erfordern deshalb eine gute Vorbereitung und Ausrüstung. Wanderwege sind nicht ausgeschildert. Unternehmen Sie Wanderungen, Berg- und Skitouren nur mit einem ortskundigen, qualifizierten Führer. Stellen Sie sicher, dass dieser mit einem Navigationsgerät und Satellitentelefon ausgerüstet ist, um in einem Notfall die Rettungskräfte alarmieren zu können. Unterschätzen Sie im Hochgebirge des Tienschan die Symptome der Höhenkrankheit nicht.

Der Boden des ausgetrockneten Aralsees ist stark durch Salze und Chemikalien belastet, die durch den Wind in die Umgebung getragen werden.

In der Nähe der Stadt Semei im Osten des Landes (vormals Semipalatinsk genannt) wurden zwischen 1949 und 1989 zahlreiche Atomversuche durchgeführt. Das Testgelände und seine Umgebung gelten als radioaktiv verstrahlt.

Medizinische Versorgung

Die medizinische Versorgung ist nicht immer gewährleistet. Vor der Behandlung verlangen Krankenhäuser von ausländischen Patienten, sofern sie sich nicht in Lebensgefahr befinden, eine finanzielle Garantie in Form einer Vorschusszahlung in bar (oder evtl. via Banküberweisung) in der Lokalwährung; Kreditkarten werden von den Spitälern nicht akzeptiert. Eigenes Verbandsmaterial und Wegwerfspritzen können sich als nützlich erweisen, speziell für Aufenthalte ausserhalb von Nur-Sultan und Almaty.

Wenn Sie auf bestimmte Medikamente angewiesen sind, sollte Ihre Reiseapotheke einen ausreichenden Vorrat enthalten. Bedenken Sie jedoch: In vielen Ländern gelten besondere Vorschriften für die Mitnahme von betäubungsmittelhaltigen Medikamenten (z.B. Methadon) und Substanzen, mit denen psychische Erkrankungen behandelt werden. Erkundigen Sie sich gegebenenfalls vor der Abreise direkt bei der zuständigen ausländischen Vertretung (Botschaft oder Konsulat) und konsultieren Sie die Rubrik Reiselinks, wo Sie unter anderem weitere Informationen zu diesem Thema sowie generell zur Reisemedizin finden. Über die Verbreitung von Krankheiten und mögliche Schutzmassnahmen informieren Ärzte und Impfzentren.

Besondere Hinweise

Einige Regionen sind für Ausländer nicht oder nur mit einer Bewilligung der Immigrationspolizei zugänglich.

Die Ein- und Durchreise mit dem eigenen Auto, Motorrad oder Fahrrad kann mit Spesen und langwierigen Formalitäten verbunden sein, vor allem an kleineren Grenzposten.

Personen, die sich länger als 30 Tage am Stück in Kasachstan aufhalten, müssen durch den Arbeits- oder Gastgeber oder durch das Hotel beim Amt für Visa und Registrierung OVIR angemeldet werden. Die Nicht-Beachtung dieser Registrierungspflicht wird je nach Anzahl der überzähligen Tage mit Verwarnung, Geldbussen oder Ausschaffung geahndet.

Erkundigen Sie sich frühzeitig bei der Botschaft Kasachstans in Bern über die nicht zugänglichen oder bewilligungspflichtigen Gebiete, die Zollformalitäten für Fahrzeuge sowie die Visa- und Meldevorschriften.
Botschaft von Kasachstan

Die Polizei ist berechtigt, jederzeit Identitätskontrollen durchzuführen. Tragen Sie deshalb immer Ihren Pass auf sich.

Nützliche Adressen

Schweizer Vertretungen im Ausland: Wenn Sie im Ausland in eine Notlage geraten, können Sie sich an die nächste Schweizer Vertretung oder an die Helpline EDA wenden.
Schweizer Botschaft in Nur-Sultan
Helpline EDA

Ausländische Vertretungen in der Schweiz: Auskunft über die Einreisevorschriften (zugelassene Ausweise, Visum etc.) erteilen die zuständigen ausländischen Botschaften und Konsulate. Sie informieren auch über die Zollbestimmungen für die Ein- und Ausfuhr von Tieren und Waren: elektronische Geräte, Souvenirs, Medikamente etc.
Ausländische Vertretungen in der Schweiz

Ausschluss der Haftung
Die Reisehinweise des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA) stützen sich auf eigene, als vertrauenswürdig eingeschätzte Informationsquellen. Sie verstehen sich als nützliche Hinweise zur sorgfältigen Planung einer Reise. Das EDA kann Reisenden aber den Entscheid und die Verantwortung für die Vorbereitung und Durchführung der Reise nicht abnehmen.
Gefahrensituationen sind oft nicht vorhersehbar, unübersichtlich und können sich rasch ändern. Das EDA übernimmt keine Gewähr für die Vollständigkeit der Reisehinweise und für die Richtigkeit des Inhalts von verlinkten externen Internetseiten. Es lehnt jede Haftung für allfällige Schäden im Zusammenhang mit einer Reise ab. Forderungen im Zusammenhang mit der Annullierung einer Reise sind direkt beim Reisebüro oder der Reiseversicherung geltend zu machen.