Gültig am:
Publiziert am: 09.05.2023

Die Sonderinformation «Coronavirus (Covid-19)» ist entfernt worden. Beachten Sie die Empfehlungen des Bundesamtes für Gesundheit BAG und den Fokus Coronavirus (Covid-19).
BAG
Fokus Coronavirus (Covid-19)


Reisehinweise für Paraguay

Diese Reisehinweise entsprechen der aktuellen Lagebeurteilung des EDA. Sie werden laufend überprüft und bei Bedarf angepasst.

Beachten Sie auch die nachstehenden länderunabhängigen Reiseinformationen und die Fokus-Themen; sie sind Bestandteil dieser Reisehinweise.

Aktuelles

Coronavirus (COVID-19)

Beachten Sie die Informationen und Empfehlungen im Fokus «Coronavirus (COVID-19)» und des Bundesamtes für Gesundheit BAG.
Fokus Coronavirus (COVID-19)
BAG: Coronavirus

Um die Verbreitung des Coronavirus (Covid-19) einzudämmen, verfügen zahlreiche Staaten Einreise- und Ausreiserestriktionen sowie Reisebeschränkungen innerhalb des Landes. Die Vorschriften ändern laufend.

Für die aktuell gültigen Vorschriften in Paraguay, beachten Sie die Informationen der zuständigen paraguayischen Behörden und wenden Sie sich bei Fragen an die Botschaft von Paraguay in Bern.
Dirección General de Migraciones

Ministerio de Salud Publica y Bienestar Social – COVID-19
Botschaft von Paraguay

Auskunft über die Verkehrsverbindungen erteilen die zuständigen Gesellschaften und Reisebüros.

Beachten Sie auch die nachstehenden Informationen und Empfehlungen.

Grundsätzliche Einschätzung

Das Land kann als relativ stabil bezeichnet werden. Aufgrund sozialer, politischer und wirtschaftlicher Spannungen kann es jedoch im ganzen Land zu Demonstrationen, Streiks, Strassenblockaden und Ausschreitungen kommen. In solchen Fällen muss mit örtlichen Verkehrsbehinderungen und Verspätungen gerechnet werden.
Im Falle von Strassenblockaden und Streiks bleibt den Reisenden nichts anderes übrig, als sich lokal über alternative Reisemöglichkeiten zu erkundigen und gegebenenfalls die Normalisierung der Lage abzuwarten. Die Schweiz hat bei Blockaden nur eng begrenzte – je nach Situation gar keine – Möglichkeiten zur Unterstützung bei der Aus- oder Weiterreise.
Meiden Sie Demonstrationen sowie grössere Menschenansammlungen jeder Art und befolgen Sie die Anweisungen der Behörden.

Das Risiko von terroristischen Anschlägen kann auch in Paraguay nicht ausgeschlossen werden. Die Rubrik Terrorismus und Entführungen macht auf die Risiken des Terrorismus aufmerksam.
Terrorismus und Entführungen

Spezifische regionale Risiken

Bei der Beschreibung von Gefahrenzonen handelt es sich um ungefähre Angaben; Risiken lassen sich nicht auf exakt umrissene Gebiete einschränken.

Grenzgebiet zu Brasilien (Departemente Amambay, Alto Paraná, Canindeyu und Itapúa): Im Grenzgebiet zu Brasilien führen die Machenschaften von Drogenbanden häufig zu gewaltsamen Auseinandersetzungen. Das Risiko, unversehens in eine gewaltsame Auseinandersetzung zu geraten, ist nicht auszuschliessen. Die Kriminalität, einschliesslich Morde, ist gestiegen.
Lassen Sie bei Reisen ins Grenzgebiet zu Brasilien grösste Vorsicht walten, und erkundigen Sie sich bei einer lokalen Vertrauensperson oder den lokalen Behörden über die aktuelle Lage.

Departemente Concepción und San Pedro: In diesen Departementen sind ausser kriminellen Gruppierungen auch die paraguayischen Guerilla-Organisationen EPP (Ejercito Popular Paraguayo) und ACA (Asociación Campesina Armada) aktiv, die von den Sicherheitskräften bekämpft werden. Die EPP hat wiederholt Personen zwecks Lösegelderpressung entführt; mehrere Personen sind ermordet worden. Bewaffnete Auseinandersetzungen können vereinzelt auch unbeteiligte Personen in Mitleidenschaft ziehen. Strassensperren und Kontrollen sind häufig.
Von touristischen und anderen nicht dringenden Reisen in die Departemente Concepción und San Pedro wird abgeraten. Lassen Sie bei dringend notwendigen Reisen grösste Vorsicht walten, und erkundigen Sie sich bei einer lokalen Vertrauensperson oder den lokalen Behörden über die aktuelle Lage.

Kriminalität

Die Kriminalitätsrate ist besonders in den Städten hoch und nimmt weiter zu. Gewaltverbrechen kommen im ganzen Land und zu jeder Tageszeit vor: Auto- und andere Diebstähle, Raubüberfälle, Sexualdelikte etc. Auch Entführungen zwecks Lösegelderpressung kommen vor, teilweise mit Todesfolge. Gewalttaten können von organisierten Banden oder von Einzelpersonen ausgehen.

Für das ganze Land werden unter anderem folgende Vorsichtsmassnahmen empfohlen:

  • Die Kriminalitätsrate kann je nach Ortschaft und Stadtteil erheblich variieren. Erkundigen Sie sich an Ihren jeweiligen Aufenthaltsorten bei ortsansässigen Kontaktpersonen oder im Hotel über die lokalen Gegebenheiten, insbesondere ob es Quartiere gibt, die gemieden werden sollten.
  • Tragen Sie keine Wertgegenstände (Uhren, Schmuck etc.) und nur wenig Geld auf sich.
  • Deponieren Sie Ihre Wertsachen und Dokumente im Hotelsafe; tragen Sie jedoch immer eine Fotokopie des Reisepasses auf sich (einschliesslich der Seite mit dem Einreisestempel).
  • Leisten Sie bei einem Überfall keinen Widerstand, denn die Gewaltbereitschaft ist hoch.
  • Frauen wird empfohlen, nach Einbruch der Dunkelheit nicht alleine unterwegs zu sein bzw. auszugehen.
  • Finanz- und Bankdelikte sind weit verbreitet (verschiedene Betrügereien im Immobilienbereich, oft durch fiktive Firmen, Veruntreuungen usw.). Geschäftsleuten wird empfohlen, vor dem Abschluss von Verträgen eine Vertrauensanwältin oder einen Vertrauensanwalt beizuziehen.

Verkehr und Infrastruktur

Viele Strassen sind in schlechtem Zustand. Wegen der erhöhten Unfallgefahr wird von nächtlichen Überlandfahrten abgeraten.

Die Ausflugsboote auf den Flüssen sind schlecht gewartet, und die Sicherheitsvorkehrungen sind mangelhaft.

Besondere rechtliche Bestimmungen

Verstösse gegen das Betäubungsmittelgesetz werden schon bei kleinen Mengen und bei jeder Art von Drogen hart bestraft (Gefängnisstrafen von 6 Monaten bis zu 25 Jahren).

Die Haftbedingungen sind prekär.

Naturbedingte Risiken

Die Regenzeit dauert von November bis April. Starke Regenfälle und Stürme können Überschwemmungen, Erdrutsche und/oder Infrastrukturschäden verursachen. Auch der Reiseverkehr kann vorübergehend beeinträchtigt werden.

Insbesondere in den Sommermonaten kommt es bei anhaltender Trockenheit landesweit immer wieder zu Waldbränden. Besonders betroffen sind die südlichen Provinzen und die Region Chaco. Waldbrände können aber auch rund um die Hauptstadt Asunción vorkommen.

Beachten Sie unbedingt die Warnungen und Instruktionen der lokalen Behörden, z.B. Absperrungen, Evakuationsbefehle, etc.:
Instituto Forestal Nacional

Secretaria de Emergencia Nacional

Centro Metorologico Nacional

Sollte sich während Ihres Aufenthalts eine Naturkatastrophe ereignen, melden Sie sich möglichst rasch bei Ihren Angehörigen und befolgen Sie die Anweisungen der Behörden.

Medizinische Versorgung

Mit Ausnahme von Asunción ist die medizinische Betreuung nicht gewährleistet. Krankenhäuser verlangen vor Behandlungen eine Vorschusszahlung. Ernsthafte Erkrankungen und Verletzungen werden mit Vorteil im Ausland (z.B. USA oder Schweiz) behandelt.

Wenn Sie auf bestimmte Medikamente angewiesen sind, sollte Ihre Reiseapotheke einen ausreichenden Vorrat enthalten. Bedenken Sie jedoch: In vielen Ländern gelten besondere Vorschriften für die Mitnahme von betäubungsmittelhaltigen Medikamenten (z.B. Methadon) und Substanzen, mit denen psychische Erkrankungen behandelt werden. Erkundigen Sie sich gegebenenfalls vor der Abreise direkt bei der zuständigen ausländischen Vertretung (Botschaft oder Konsulat) und konsultieren Sie die Rubrik Reiselinks, wo Sie unter anderem weitere Informationen zu diesem Thema sowie generell zur Reisemedizin finden.
Über die Verbreitung von Krankheiten und mögliche Schutzmassnahmen informieren medizinische Fachpersonen und Impfzentren.

Nützliche Adressen

Notruf-Nummer: 911

Schweizerische Vertretungen im Ausland: Wenn Sie im Ausland in eine Notlage geraten, können Sie sich an die nächste schweizerische Vertretung oder an die Helpline EDA wenden.
Regionales Konsularcenter in Buenos Aires, Argentinien

Schweizer Botschaft in Montevideo, Uruguay

Helpline EDA

Ausländische Vertretungen in der Schweiz: Auskunft über die Einreisevorschriften (zugelassene Ausweise, Visum etc.) erteilen die zuständigen ausländischen Botschaften und Konsulate. Sie informieren auch über die Zollbestimmungen für die Ein- und Ausfuhr von Tieren und Waren: elektronische Geräte, Souvenirs, Medikamente etc.
Ausländische Vertretungen in der Schweiz

Ausschluss der Haftung
Die Reisehinweise des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA) stützen sich auf eigene, als vertrauenswürdig eingeschätzte Informationsquellen. Sie verstehen sich als nützliche Hinweise zur Planung einer Reise. Das EDA kann Reisenden aber den Entscheid und die Verantwortung für die Vorbereitung und Durchführung der Reise nicht abnehmen.
Gefahrensituationen sind oft nicht vorhersehbar, unübersichtlich und können sich rasch ändern. Das EDA übernimmt keine Gewähr für die Vollständigkeit der Reisehinweise und für die Richtigkeit des Inhalts von verlinkten externen Internetseiten. Es lehnt jede Haftung für allfällige Schäden im Zusammenhang mit einer Reise ab. Forderungen im Zusammenhang mit der Annullierung einer Reise sind direkt beim Reisebüro oder der Reiseversicherung geltend zu machen.