Grundsätzliche Einschätzung
Von Reisen nach Somalia und Aufenthalten jeder Art wird abgeraten.
Schweizer Staatsangehörige, die entgegen der Empfehlung des EDA nach Somalia reisen, müssen sich bewusst sein, dass die Schweiz praktisch keine Möglichkeiten zur Erbringung von Dienstleistungen oder Hilfeleistungen in Notfällen hat.
Im ganzen Land bestehen hohe Sicherheitsrisiken.
In vielen Regionen finden militärische Operationen gegen die islamistische Terrororganisation Al‑Shabaab und andere bewaffnete Gruppierungen statt. Al-Shabaab kontrolliert weite Teile des zentralen und südlichen Somalias und verübt regelmässig Anschläge, auch in städtischen Gebieten. Zusätzlich kommt es immer wieder zu bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen Clans und lokalen Milizen.
Landesweit besteht eine erhebliche Gefahr durch Minen, improvisierte Sprengsätze (IEDs) und Blindgänger.
Das Entführungsrisiko ist sehr hoch und betrifft sowohl einheimische als auch ausländische Staatsangehörige, insbesondere Mitarbeitende internationaler Organisationen und Hilfsorganisationen.
Das Risiko von Terroranschlägen ist im ganzen Land hoch. In Mogadischu sowie im Süden und Zentrum des Landes werden besonders häufig Anschläge verübt. Neben staatlichen Einrichtungen und Sicherheitskräften werden regelmässig auch zivile Ziele angegriffen, darunter Märkte, Strassenkreuzungen, öffentliche Verkehrsmittel sowie Orte, an denen sich ausländische Staatsangehörige häufig aufhalten, wie Hotels, Restaurants und die Umgebung des internationalen Flughafens. Solche Angriffe fordern regelmässig zahlreiche Todesopfer und Verletzte.
Beachten Sie auch die Rubrik Terrorismus und Entführungen.
Terrorismus und Entführungen
Gewaltkriminalität ist verbreitet.
Im Indischen Ozean und in den somalischen Gewässern ist es wiederholt zu Piratenüberfällen gekommen. Beachten Sie die spezifischen Informationen:
Maritime Risiken und Piraterie