Programme/Projekte in Polen

Promotionsplakat des zweiten Schweizer Beitrags in Polen: “Was uns verbindet, funktioniert”.
Logo of the Second Swiss Contribution to Poland © SECO © EDA

(Stand 13.08.2026)

Als eines der 13 Programme in Partnerländern des zweiten Schweizer Beitrags an ausgewählte EU-Mitgliedstaaten trägt das Schweizerisch-Polnische Kooperationsprogramm (SPCP) zum Abbau der sozialen und wirtschaftlichen Ungleichheiten in Polen bei, fördert die bilaterale Zusammenarbeit und stärkt den Wissensaustausch. Mit einem Gesamtvolumen von über 320 Millionen CHF bis 2029 unterstützt das SPCP zwei strategische Programme in den Bereichen Forschung und Innovation sowie Stadtentwicklung.

Städtentwicklungsprogramm

DoT-Programmplakat: «Weil nachhaltige Entwicklung lokal beginnt».
DoT-Programmplakat: «Weil nachhaltige Entwicklung lokal beginnt». © EDA

Das Städteentwicklungsprogramm «Development of Towns» (DoT) unterstützt mittelgrosse Städte in Polen und unterstützt gezielte Projekte zur Verbesserung der Lebensqualität der Einwohnerinnen und Einwohner sowie zur Minderung wirtschaftlicher und sozialer Ungleichheiten. Das Gesamtbudget des DoT-Programms beträgt 327,8 Mio. CHF, wovon 278,7 Mio. CHF aus Schweizer Mitteln stammen, und 49,1 Mio. CHF aus polnischer Kofinanzierung. Das DoT-Programm wird vom polnischen Ministerium für Entwicklungsfonds und Regionalpolitik durchgeführt.

Zwischen März 2024 und Januar 2025 reichten 119 der 139 teilnahmeberechtigen Städte – welche als von einem Verlust ihrer sozioökonomischen Funktion bedroht eingestuft wurden – ihre Projektvorschläge ein, welche auf lokalen Stadtdiagnosen basiert und mit Einbeziehung der Bevölkerung entwickelt waren. Diese hochwertigen, umfassenden Projekte bestanden jeweils aus Aktivitäten aus zwölf Themenbereichen, wie beispielsweise Naturschutz und Biodiversität, Berufsbildung, Partizipation und ziviles Engagement sowie Entrepreneurship und Förderung lokaler KMUs.

Nach der Expertenbewertung und einer zweiten Verfeinerungsphase wurden die folgenden 19 Städte in ganz Polen für das DoT-Programm ausgewählt:

·         Chodzież

·         Ciechanów

·         Dębica

·         Gniezno

·         Grudziądz

·         Hajnówka

·         Hrubieszów

·         Jarosław

·         Jasło

·         Kędzierzyn-Koźle

·         Końskie

·         Kraśnik

·         Krosno

·         Ostrołęka

·         Siemianowice Śląskie

·         Słupsk

·         Starachowice

·         Tarnów

·         Włocławek

 

Im Frühling 2026 begannen die auserwählten Städte mit der Umsetzung ihrer insgesamt 152 Projekte. Während der gesamten Programmlaufzeit werden die Städte vom Verband der polnischen Städte (APC) in Zusammenarbeit mit dem Schweizer Konsortium ENCO-urbaplan unterstützt. Expertentreffen, Studienreisen und bilaterale Partnerschaften zwischen polnischen und schweizerischen Städten ermöglichen den 19 ausgewählten Städten den Zugang zu bewährten Praktiken aus der Schweiz, sowie einen beidseitig gewinnbringenden Austausch mit Kolleginnen und Kollegen aus der Schweiz.

Forschungs- und Innovationsprogramm

R&I-Programmplakat: “Für Ideen, die die Zukunft verändern”.
R&I-Programmplakat: “Für Ideen, die die Zukunft verändern”. © EDA

Das Forschungs- und Innovationsprogramm fördert die wissenschaftliche Exzellenz und die Innovationskapazitäten polnischer Forscher und Unternehmen durch Kooperationsprojekte mit Schweizer und europäischen Partnern. Das Programm unterstützt zwei Arten von Projekten: angewandte Forschung von bilateralen Konsortien aus polnischen und Schweizer Forschungsgruppen und Unternehmen, sowie multilaterale Grundlagenforschungsprojekte von internationalen Forschungsgruppen aus Polen, Bulgarien, Kroatien, Ungarn, Rumänien und der Schweiz. Das Gesamtbudget des Forschungs- und Innovationsprogramms beläuft sich auf 41,2 Mio. CHF, davon 35 Mio. Schweizer Mittel und 6,2 Mio. CHF polnische Kofinanzierung.

Die Ausschreibung für multilaterale akademische Projekte (MAPS) wurde organisiert vom Programmoperator, dem Schweizerischen Nationalfonds (SNF), und führte zur Auswahl von 11 Grundlagenforschungsprojekten mit polnischer Beteiligung. Diese decken Themenbereiche von Quantensystemen bis hin zu historischer Entwicklung. Die Umsetzung von MAPS in Polen wird vom Nationalen Wissenschaftszentrum (NCN) als institutionellem Partner des SNF unterstützt. Eine Übersicht aller MAPS-Projekte, darunter derjenigen mit Beteiligung polnischer Partner, befindet sich hier.

Zwei Ausschreibungen für bilaterale angewandte Forschungsprojekte wurden vom Programmbetreiber, dem Nationalen Zentrum für Forschung und Entwicklung (NCBR), in Zusammenarbeit mit dem Schweizer institutionellen Partner – der Schweizer Innovationsagentur Innosuisse – durchgeführt. Von den insgesamt 243 Anträgen erhielten 32 Konsortien Fördermittel für Projekte in verschiedensten Themenbereichen wie erneuerbare Energien, Material- und Lebensmittelwissenschaften oder Immunologie:

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