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Darstellung der geschätzten Migrationsbewegungen zwischen Entwicklungs- und Schwellenländern.
Darstellung der geschätzten Migrationsbewegungen zwischen Entwicklungs- und Schwellenländern. Die Pfeile verbinden die Herkunfts- mit den Destinationsgebieten der MigrantInnen. (© flowminder.org)

244 Millionen internationale Migrantinnen und Migranten entsprechen ca. 3.3 Prozent der Weltbevölkerung. Rund 150 Millionen davon sind Personen, die aufgrund einer Arbeitsstelle ihre Heimat verlassen. Von diesen Arbeitsmigrantinnen und -migranten sind etwa die Hälfte Frauen und ein Drittel junge Menschen zwischen 15 und 34 Jahren.

Über 79 Millionen Menschen sind gemäss dem Hochkommissariats für Flüchtlinge (UNHCR)  weltweit auf der Flucht. Sie haben ihren Wohnort verlassen, weil sie in ihrer Heimat verfolgt werden oder Situationen von schwerer Gewalt ausgesetzt sind. Unter ihnen befinden sich über 30 Millionen Kinder unter 18 Jahren. Die Zahl der Minderjährigen, die sich unter dem Mandat des UNHCR befinden, hat sich innert 10 Jahren beinahe verdoppelt.

Neben den dokumentierten Flüchtlingen, intern Vertriebenen und Asylsuchenden gibt es weitere Millionen von Menschen, die unfreiwillig ihre Heimat verlassen müssen. Sie werden durch keine international anerkannte Kategorie erfasst und fallen entsprechend unter kein etabliertes rechtliches Schutzsystem wie die Genfer Flüchtlingskonvention von 1951 und das dazugehörige Protokoll von 1967. Die Gründe für diese unfreiwillige Migration sind unter anderem Naturkatastrophen und die negativen Konsequenzen des Klimawandels, die Auswirkungen staatlicher Fragilität, systemische Armut oder Perspektivenlosigkeit.

Migrationsbewegungen zwischen verschiedenen Ländern, u.a. Simbabwe, Mosambik und Südafrika, sowie innerhalb Südafrika.
Darstellung der geschätzten Migrationsbewegungen in Südafrika. (© flowminder.org)

Schutzlücken der internationalen Migration

Der fehlende Schutz von Migrantinnen und Migranten in vulnerablen Situationen bleibt eine der grossen Lücken in der heutigen internationalen Migrationsgouvernanz. In den letzten Jahren wurden beachtliche Fortschritte erreicht in der Anerkennung, dass alle Migrantinnen und Migranten, unabhängig von ihrem rechtlichen Aufenthaltsstatus, grundlegende Menschenrechte haben, die es zu schützen gilt. Die grosse Herausforderung bleibt jedoch die Anwendung dieser internationalen Verpflichtungen.

Hier setzt beispielsweise die Schutzagenda für Vertriebene aufgrund von Katastrophen und Konsequenzen des Klimawandels an, die aus der schweizerisch-norwegischen Nansen Initiative entstanden ist. Die Schutzagenda zeigt auf, wie man mittels Massnahmen in verschiedenen relevanten Bereichen, wie Katastrophenrisikoverminderung, Klimaanpassung, aber auch Entwicklungszusammenarbeit zur Stärkung der Resilienz der Betroffenen, den Schutz der betroffenen Bevölkerung verbessern kann.

Letzte Aktualisierung 07.03.2022

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