Die Schweiz in der Internationalen Organisation der Frankophonie

Die 1970 gegründete Organisation der Frankophonie (OIF) ist eine multilaterale Organisation, die 90 Staaten und Regierungen vereint. Die französische Sprache bildet den Motor für ihre Zusammenarbeit. Die OIF setzt sich für die Förderung der französischen Sprache, der kulturellen und sprachlichen Vielfalt sowie für die Stärkung von Demokratie und Menschenrechten ein, aber auch für eine nachhaltige Entwicklung, insbesondere durch digitale Lösungen und eine Stärkung der wirtschaftlichen Beziehungen zwischen den Mitgliedstaaten. Die Schweiz teilt mit dieser Organisation ihre Erfahrung als mehrsprachiges Land und ihr Engagement zur Förderung von Frieden und Demokratie.

Die Schweiz ist seit 1996 Mitglied der OIF und heute drittwichtigste Geldgeberin. Sie fokussiert ihr Engagement auf die Demokratie, Frieden und Menschenrechte, Französische Sprache, Internationales Genf und digitale Governance; Wohlstand.

Die Bundesversammlung und die Frankophonie

Die Schweiz ist in der OIF mit zehn eidgenössischen Parlamentarierinnen und Parlamentariern und etwa dreissig Mitgliedern von Kantonsparlamenten vertreten.

Der Frankophoniegipfel

Der Frankophoniegipfel ist die höchste politische Instanz der Frankophonie. Er setzt sich aus hochrangigen Vertreterinnen und Vertretern der französischsprachigen Länder zusammen. Dieses Treffen findet alle zwei Jahre in einem der Mitgliedstaaten der OIF zu einem spezifischen Thema statt. Am Gipfeltreffen wird auch die allgemeine politische Ausrichtung der institutionellen Frankophonie definiert, das Programm verabschiedet und alle vier Jahre die Generalsekretärin oder der Generalsekretär gewählt.

Die Schweiz war 2010 Gastgeberin des 13. Frankophoniegipfels in Montreux.

Der 19. Frankophoniegipfel hat am 4. und 5. Oktober 2024 im Anschluss an die jährliche Ministerkonferenz der Frankophonie in Paris stattgefunden. Der nächste Gipfel findet 2026 in Kambodscha statt.

Anlässe der Frankophonie

Die Schweiz und ihre Auslandvertretungen nehmen jeweils am 20. März an den Veranstaltungen zum Tag der Frankophonie teil; in der Schweiz im Rahmen der Woche der französischen Sprache und der Frankophonie, die von verschiedenen Institutionen mitgetragen wird. Die Federführung der Frankophoniewoche liegt bei der Regionalkonferenz der Erziehungsdirektorinnen und Erziehungsdirektoren der Westschweiz und des Tessins.

Die Schweiz nimmt auch an den Spielen der Frankophonie teil, die jährlich über 3000 Sportlerinnen und Sportler sowie Kunstschaffende aus frankophonen Ländern zählen. Die Spiele finden alle vier Jahre statt und umfassen sportliche und kulturelle Wettbewerbe. Sie stehen ganz im Zeichen der Solidarität, der Vielfalt und der Überwindung eigener Grenzen. Die Spiele bieten Jugendlichen aus den 90 Mitgliedsländern der Frankophonie Begegnungsmöglichkeiten.

Im Jahr 2023 fanden die Frankophonie-Spiele in Kinshasa (Demokratische Republik Kongo) statt. Auch junge Schweizerinnen und Schweizer nahmen daran teil. Die nächsten Spiele finden 2027 in Eriwan in Armenien statt.

Letzte Aktualisierung 19.11.2025

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