Bilaterale Beziehungen Schweiz–Malediven

Die politischen Beziehungen zwischen der Schweiz und dem Archipel im Indischen Ozean sind gut, wenn auch nicht sehr intensiv. Das Land zieht jedes Jahr Zehntausende von Schweizer Touristen an. Beide Länder vertreten häufig ähnliche Standpunkte, wenn es um die Klimapolitik geht.

Schwerpunkte der bilateralen Beziehungen

Die Beziehungen werden vom Tourismus geprägt. Gemäss Statistiken des maledivischen Tourismusbüros besuchten 2013 über 34‘000 Touristinnen und Touristen aus der Schweiz die Malediven. Die Schweiz steht somit an achter Stelle der Besucherstatistik. Die bilateralen Beziehungen beschränken sich gewöhnlich auf Begegnungen in internationalen Gremien.

Ein Vertreter der Schweizer Botschaft nahm an den Beobachtungsmissionen teil, die die Europäische Union im Rahmen der Präsidentschaftswahlen 2013 auf den Malediven durchgeführt hat.

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Wirtschaftliche Zusammenarbeit

Die von Schweizer Touristen generierten Einnahmen (Dienstleistungsexport) dürften bei rund 47 Millionen CHF liegen. Die Handelsbeziehungen sind demgegenüber nicht sehr intensiv. 2014 lag das Handelsvolumen knapp unter 10 Millionen CHF: Exporten in der Höhe von 4,2 Millionen CHF standen Einfuhren von 5,3 Millionen CHF entgegen.

Schweizerinnen und Schweizer in den Malediven

2014 lebten 49 Schweizerinnen und Schweizer auf den Malediven.

Geschichte der bilateralen Beziehungen

Von 1887 bis zur Unabhängigkeit 1965 standen die Malediven unter britischem Protektorat. Nach der Unabhängigkeit wurden die Malediven von der Schweiz sofort anerkannt. Die diplomatischen Beziehungen wurden 1981 aufgenommen und werden von der Schweizer Botschaft in Sri Lanka wahrgenommen. Die Botschaft der Malediven in der Schweiz hat ihren Sitz in Genf bei den internationalen Organisationen, wo sie seit 2010 akkreditiert ist.

Historischen Lexikon der Schweiz: Indischer Ozean