Bilaterale Beziehungen Schweiz–São Tomé und Príncipe

Die Beziehungen zwischen der Schweiz und Sâo Tomé und Príncipe sind marginal. Mit dem zweitkleinsten Staat Afrikas gibt es auch kaum einen wirtschaftlichen Austausch.

Schwerpunkte der diplomatischen Beziehungen

Die Schweiz erhofft sich von einem regelmässigen politischen Dialog und einer verstärkten multilateralen Zusammenarbeit eine bessere Koordination zwischen den beiden Ländern, insbesondere im Hinblick auf die gegenseitige Unterstützung von Kandidaturen für Kaderposten bei internationalen Organisationen. São Tomé und Príncipe ist Vollmitglied der Internationalen Organisation der Frankophonie (OIF). São Tomé setzt sich gemeinsam mit der Schweiz für die Verbesserung der menschlichen Sicherheit, die Einhaltung des Völkerrechts und der Menschenrechte sowie die Förderung der kulturellen und sprachlichen Vielfalt ein.

Die diplomatischen Beziehungen zu São Tomé und Príncipe nimmt die Botschaft in Luanda wahr, während konsularische Anliegen von der Botschaft in Kinshasa (Demokratische Republik Kongo) betreut werden. Die Eröffnung des Honorarkonsulats in Sao Tomé 2011 steht im Einklang mit der Absicht der Schweiz, eine universelle Aussenpolitik zu verfolgen.

Wirtschaftliche Zusammenarbeit

Seit Dezember 2010 ist ein Genfer Unternehmen in der Produktion und Vermarktung von hochwertigem Biokakao tätig.

Zusammenarbeit im Bildungsbereich

Forschende und Kunstschaffende aus São Tomé und Príncipe können sich beim Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) um ein Exzellenzstipendium des Bundes bewerben.

Schweizer Bundesstipendien

Schweizerinnen und Schweizer in São Tomé und Príncipe

Ende 2015 lebte ein Schweizer in São Tomé und Príncipe.

Geschichte der bilateralen Beziehungen

Vor der Ankunft der europäischen Kolonisatoren war die Insel gänzlich unbewohnt. Im 16. und 17. Jahrhundert diente sie vor allem als Durchgangsstation für den Sklavenhandel. Später liessen die portugiesischen Kolonialherren Plantagen errichten, vor allem für Kakao, und verwalteten diese mit harter Hand. Im Jahr 1975 erlangte das Land die Unabhängigkeit.

Von 2002 bis 2011 war die Stiftung Waldhaus am See des Chirurgen Dr. Gian Meyer in São Tomé und Príncipe tätig, insbesondere in den Bereichen Bildung, Gesundheit und Augenheilkunde.